
(Patria) - Tomislav Karamarko, der ehemalige Vorsitzende des HDZ, kommentierte die Teilnahme von Milorad Pupovac am Jahrestag der Gründung der Republika Srpska, der vor zwei Tagen in Banja Luka begangen wurde.
Karamarko sagt, er schäme sich, dass dort jemand aus der kroatischen Regierung aufgetaucht sei. Zur Erinnerung: Pupovacs SDSS ist in einer Koalition mit dem HDZ, der Partei von Tomislav Karamarko.
Neben Pupovac kritisiert Karamarko auch Dragan Čović, den Chef des HDZ BiH und einen weiteren engen Mitarbeiter von Andrej Plenković, berichtet Index.hr.
„Eine verbrecherische Bande ist verantwortlich für das magnum crimen am kroatischen, bosniakischen, albanischen und sogar am eigenen serbischen Volk“
„Der 9. Januar - der Tag der sogenannten Republika Srpska - wurde gestern in Banja Luka gefeiert. Der runde 30. Jahrestag war eine Gelegenheit für die Versammlung aller historischen ‚Giganten‘, die an der neuen Illusion und Täuschung des eigenen serbischen Volkes unter dem Namen ‚serbische Welt‘ beteiligt sind.
Und diese sogenannte Republika Srpska ist der nordöstliche Teil von Bosnien und Herzegowina, in dem Völkermord begangen wurde und aus dem Kroaten und Bosniaken ethnisch gesäubert wurden. Übrigens ist die ‚serbische Welt‘ das neueste Derivat und eine Variation des Themas bereits durchgekauter und stets besiegter Konzepte verschiedener Memoranden und Machwerke der SANU, von Garašanin, Ćosić, Milošević, Karadžić und ähnlichen Anwärtern auf die Ewigkeit oder Verewigung auf irgendwelchen zerknitterten Banknoten oder mit Spucke beklebten Briefmarken“, beginnt Karamarko seinen Beitrag.
„Übrigens ist die erwähnte verbrecherische Bande verantwortlich für das magnum crimen am kroatischen, bosniakischen, albanischen und sogar am eigenen serbischen Volk. Wenn die Geschichte die Lehrmeisterin des Lebens wäre - nie zu lernen. Denn, siehe da, es sind die Nachfolger der erwähnten historischen Verlierer herangewachsen, tschetnikähnliche Kreaturen in der Illusion ihrer Missionen“, fügt er hinzu.
Dann ging er auf Dragan Čović ein.
„In Bosnien und Herzegowina hat die Logik jedenfalls wenig Lebensraum. Hier gilt nicht einmal die, die die ganze Welt anwendet - der Feind meines Feindes ist mein Freund. Denn wenn es so wäre, würde sich die kroatische Politik entschieden gegen jedes Bestreben zur Zerschlagung BiHs durch die Abspaltung der sogenannten Tepublika Srpska stellen.
Es geht natürlich um die Unterstützung BiHs durch die kroatische politische Elite für den sprichwörtlichen Elefanten im Porzellanladen - Dodik“, schreibt Karamarko.
„Hat sich nicht auch Čović am 9. Januar in Banja Luka auf der Parade der Armee, die in diesem Teil BiHs das Verbrechen begangen und das kroatische Volk, dem auch er angehört, ethnisch gesäubert hat, ‚amüsiert‘?! Hat nicht auch der Botschafter der Republik Kroatien in BiH (Del Vechio) an einer solch tragikomischen Vorstellung teilgenommen?! Ist sich die kroatische Politik in beiden unseren Heimatländern bewusst, was die Verselbstständigung der sogenannten RS und im zweiten Schritt die ‚Wiedervereinigung‘ mit der Republik Serbien strategisch für die Republik Kroatien bedeuten würde? Eine 2- bis 3-fache Verlängerung der Grenze zu Serbien und Serbien etwa 60 Minuten von Zagreb entfernt.
Und das nächste Ziel einer solchen staatlichen Missgeburt und verschimmelter Gehirne wäre genau die Republik Kroatien und der Versuch der Wiederherstellung der sogenannten Krajina auf einem Drittel unseres Territoriums. Das also ist die ‚serbische Welt‘. Übersetzt - Virovitica, Karlovac, Karlobag...“, sagt der ehemalige HDZ-Chef.
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