
(Patria) - Der Finanzminister des Kantons Sarajevo, Afan Kalamujić, erklärte heute, dass im Haushalt für das Jahr 2025 deutlich mehr Mittel für die Deckung des Defizits eingeplant werden als in den Vorjahren. Genauer gesagt sind für 2025 20 Millionen KM vorgesehen.
"Meine Strategie ist es, von heute an in den nächsten zwei Jahren dafür zu kämpfen, dieses Defizit, das in der vorangegangenen Periode entstanden ist, wieder in den Normalzustand zu bringen und die gesetzlichen Fristen für die Sanierung des Defizits in den nächsten fünf Jahren einzuhalten", sagte Kalamujić.
Er sagte, dass der Kanton Sarajevo aufgrund des verringerten Gewichtungsfaktors geringere Einnahmen erzielt habe.
"Dies hat zu einem Mangel an Geld geführt, das zuvor eingeplant war, und jetzt müssen wir zur Realität zurückkehren, der Haushalt ist, wie er ist. Das Finanzministerium wird an der Einnahmenseite arbeiten, um diesen Teil zu korrigieren. Ich appelliere und habe bereits mit Kollegen in der Regierung des Kantons Sarajevo gesprochen, dass sie bei den Behörden auf Ebene der Föderation Bosnien und Herzegowina Lobbyarbeit leisten, um uns eine gewisse Unterstützung bei der Überprüfung des Gewichtungsfaktors selbst zu geben", sagte Kalamujić.
Was die Gehälter und Sozialleistungen betrifft, so sagte der Minister, dass dies weiterhin im Fokus bleibe, da es sich um gesetzliche Verpflichtungen handele.
Auf der heutigen Pressekonferenz sagte der Minister, dass eine Haushaltsrevision für 2024 keinen Sinn ergeben würde.
"Meine Rolle wird nun keineswegs populär sein. Ich bin derjenige, der gewissermaßen das Gewissen der Kollegen aus anderen Ressorts sein muss, aber gleichzeitig auch der Aufseher über alle Ausgaben bis zum Ende dieses Haushaltsjahres. Das bedeutet, dass die Ausgaben aus dem Haushalt des Kantons Sarajevo unter der Aufsicht des Finanzministeriums und von mir als Minister im Sinne der Eindämmung des Defizits erfolgen werden", sagte Kalamujić.
Was den Haushalt für das Jahr 2025 betrifft, so sagte Kalamujić, dass er klare Ausgabenrahmen setzen müsse, in die sich alle Ressorts einfügen müssten.
"Wenn es nicht zu einem deutlichen Anstieg der Einnahmen kommt, müssen die Ausgaben rationalisiert werden. Viele müssen verstehen, worauf ich sie bereits das ganze Jahr über hinweise: In den letzten zwei Jahren wurden im Haushalt Hunderte Millionen KM einkalkuliert, die nicht mehr von der Föderation kommen. Man kann kein Geld ausgeben, das man nicht hat. Jeder sollte klar verstehen, dass der Haushalt kein Wunschbrunnen und keine unerschöpfliche Quelle ist – wir können nur so viel Geld ausgeben, wie wir haben. Ich habe nicht vor, wie meine Vorgänger die Politik der Überschuldung des Kantons fortzusetzen. Die finanzielle Sicherheit der Bürger des Kantons Sarajevo ist meine Priorität", sagte Kalamujić.
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