
(Patria) - In Sarajevo fand heute ein Rennen statt, an dem rund 2.000 Teilnehmer teilnahmen. Ausgetragen wurden ein 5.000-Meter-Lauf, ein Halbmarathon (21 km) und ein Marathon über 42 km. Von 8 bis 13 Uhr war in weiten Teilen Sarajevos der Verkehr aufgrund der Durchfahrt der Teilnehmer unterbrochen.
Wie jedes Mal lösten auch die heutigen Blockaden unterschiedliche Reaktionen der Bürger Sarajevos aus. Obwohl Marathons auch in anderen Weltmetropolen stattfinden, an denen bis zu 50.000 Menschen teilnehmen (Berlin-Marathon 2024), stellt sich die Frage, ob Sarajevo mit seiner Infrastruktur solchen Veranstaltungen gerecht werden kann, ohne dass die Bürger unter den Verkehrsblockaden leiden. Obwohl die Durchführung von Sportveranstaltungen, die Popularisierung Sarajevos und die Ankunft von Touristen in der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina lobenswert sind, muss auch die Tatsache akzeptiert werden, dass die Bewegungsfreiheit der Bürger durch die Durchführung dieser Läufe eingeschränkt wird.
Ein zusätzliches Problem ist, dass die Organisatoren nicht nur dieser Sportveranstaltung am Wochenende, sondern auch anderer, da in Sarajevo Läufe verschiedener Vereine stattfinden, nicht genügend Aufmerksamkeit darauf verwenden, die Öffentlichkeit über die Blockaden und die Schwierigkeiten der Fortbewegung mit Kraftfahrzeugen während des Laufs zu informieren.
In diesem Fall wurde die Öffentlichkeit erst am 8. Mai über die Verkehrsblockade in der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina informiert.
Als letztes Jahr am 14. Juni (Freitag) ein Lauf mit Start um 20 Uhr am Rathaus von Sarajevo organisiert wurde, kam es zu einem Verkehrskollaps.
Damals teilte auch das Verkehrsministerium des Kantons Sarajevo mit, dass Läufe nicht mehr an Werktagen organisiert werden könnten, beziehungsweise dass keine Genehmigungen für die Blockade von Verkehrswegen mehr erteilt würden.
Doch auch die heutige mehrstündige Blockade verursachte Probleme und Nervosität. Sarajevo verfügt nicht über genügend alternative Routen, um einen reibungslosen Verkehrsfluss zu gewährleisten.
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