
Die Agentur für Identifikationsdokumente, Registrierung und Datenaustausch (IDDEEA) von Bosnien und Herzegowina gab bekannt, dass die Europäische Union bestätigt hat, dass ab dem 10. November dieses Jahres das neue System für die Ein- und Ausreise in die Schengen-Länder in Betrieb genommen wird und dass diese Änderungen etwa 60 Länder betreffen werden, darunter Bosnien und Herzegowina, deren Bürger eine andere Art des Grenzübertritts in die EU-Länder haben werden.
Die IDDEEA gibt an, dass von den Reisenden an der Grenze verlangt wird, biometrische Daten wie Fingerabdrücke und ein Gesichtsfoto vorzulegen.
Die wichtigsten Änderungen umfassen die Einführung des „Entry/Exit System (EES)“ und des „European Travel Information and Authorisation System (ETIAS)“.
Diese Systeme stellen Online-Formulare dar, die Inhaber von Pässen aus Nicht-EU-Ländern vor der Einreise in die EU-Länder ausfüllen und eine Gebühr entrichten müssen. Das EES-System bezieht sich auf die Überwachung der Aufenthaltszeit und des Aufenthaltsortes in der EU, um sicherzustellen, dass Reisende nicht länger als 90 Tage innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten bleiben.
Beim ersten Grenzübertritt werden biometrische Daten erfasst, wodurch die Notwendigkeit entfällt, Reisepässe an Grenzübergängen zu stempeln.
Dies reduziert das Risiko von Identitätsmissbrauch und ermöglicht es Inhabern von Reisedokumenten, die häufig die Grenze überqueren, den häufigen Austausch von Reisepässen zu vermeiden, da alle Seiten mit Stempeln gefüllt sind.
Das ETIAS-System ist ebenfalls ein Online-Formular, in das Daten zum Reisedokument und zum Aufenthaltsort eingegeben werden, zuzüglich einer Gebühr von sieben Euro. Dieses Formular ist bis zu drei Jahre gültig oder bis zum Austausch des Reisedokuments.
Die Europäische Union plant, das EES-System bis zum 10. November dieses Jahres einzurichten, während das ETIAS-System Mitte 2025 einsatzbereit sein wird.
Bürger von Bosnien und Herzegowina, die Reisepässe der neuesten Generation mit vollständiger Biometrie besitzen, können die angekündigten neuen Technologien nutzen.
Da die Formulare online verfügbar sind, erwartet die IDDEEA von Bosnien und Herzegowina eine erhöhte Nachfrage nach der Nutzung der qualifizierten elektronischen Signatur, die sie den Bürgern von Bosnien und Herzegowina im Juli dieses Jahres zur Verfügung gestellt hat, so die Agentur.
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