Öffentliche Unternehmen mit dem Präfix „hrvatski“ und dem Zusatz HZHB im Namen müssen umbenannt werden!

Rasim Belko
AutorRasim Belko
20:25
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Öffentliche Unternehmen mit dem Präfix „hrvatski“ und dem Zusatz HZHB im Namen müssen umbenannt werden!

(Patria) - In der Föderation Bosnien und Herzegowina rufen öffentliche Unternehmen mit dem Namen „hrvatske“ Kontroversen hervor und regen Diskussionen über die Notwendigkeit ihrer Umbenennung an. Der Grund dafür liegt im historischen Kontext ihrer Gründung und der Verbindung mit der Kroatischen Gemeinschaft Herceg-Bosne (HZHB), die rechtskräftig als verbrecherische Organisation verurteilt wurde.

Ein weiterer Grund für die Umbenennung dieser Einrichtungen ist die Tatsache, dass die ethnische Bezeichnung „hrvatski“ dem kroatischen Volk in der FBiH Exklusivität verleiht, während es gleichzeitig das verfassungsmäßige Recht auf öffentliche Unternehmen hat, die nicht das Präfix „hrvatske“ tragen.

Der dritte Grund ist zweifellos der Weg unseres Landes zur Europäischen Union, wo für ethnische und ähnliche Exklusivitäten in einer Gesellschaft oder einem Staat kein Platz ist. Die Tatsache, dass diese Unternehmen zwei Jahrzehnte nach der Übernahme durch die Regierung der FBiH weiterhin das ethnische Präfix tragen, zeigt deutlich, dass von den Kriegspolitiken und -zielen nicht abgerückt wurde, sondern nur auf eine neue Zeit gewartet wird.

Historischer Kontext

Die Kroatische Gemeinschaft Herceg-Bosne wurde 1991 als politische und territoriale Organisation der Kroaten in Bosnien und Herzegowina während des Krieges gegründet. Ihr Gründungs- und operativer Charakter führte jedoch zu zahlreichen Kriegsverbrechen und ethnischer Säuberung, wofür viele ihrer Führer vor dem Haager Tribunal verurteilt wurden. Die Urteile gegen die Führer der HZHB, darunter Jadranko Prlić, Bruno Stojić, Slobodan Praljak und andere, hoben die Beteiligung dieser Organisation an einem verbrecherischen Unternehmen mit dem Ziel hervor, ein ethnisch homogenes kroatisches Territorium innerhalb von BiH zu schaffen.

Öffentliche Unternehmen mit dem Namen „hrvatske“ wurden während der Existenz der HZHB gegründet oder in dieser Zeit übernommen und umbenannt. Beispiele hierfür sind Unternehmen in verschiedenen Sektoren wie Energie, Telekommunikation und Transport. Obwohl viele dieser Unternehmen heute im Besitz der FBiH sind, trägt ihr Name immer noch Assoziationen zu einer dunklen Periode der bosnisch-herzegowinischen Geschichte. Die Beibehaltung dieser Namen kann als Verherrlichung oder zumindest als Vernachlässigung des verbrecherischen Charakters der HZHB interpretiert werden.

Zum Beispiel trägt das öffentliche Unternehmen Elektroprivreda immer noch „Hrvatske zajednice Herceg Bosne“ im Namen, was inakzeptabel ist.

Ethnische Sensibilität

Bosnien und Herzegowina ist ein Land mit einer komplexen ethnischen Zusammensetzung und tiefen Kriegswunden. Die Beibehaltung von Namen öffentlicher Unternehmen, die mit einem Volk verbunden sind, kann als Exklusivität und mangelnde Sensibilität gegenüber anderen Völkern wahrgenommen werden. Im Kontext der Versöhnung und des Aufbaus einer gemeinsamen Zukunft ist es wichtig, dass die Symbolik und die Namen öffentlicher Unternehmen inklusiv sind und keine Spaltungen hervorrufen.

Die Änderung der Unternehmensnamen würde eine starke Botschaft der Verpflichtung zu Inklusivität und Gemeinschaft senden.

Moralische Grundlage

Tatsache ist, dass der Gründer der Unternehmen, die heute das Präfix „hrvatski“ tragen, ein verurteiltes verbrecherisches Unternehmen ist. Die moralische Grundlage ist also gegeben. Ebenso ist es Tatsache, dass die Struktur der Führungskräfte und Mitarbeiter in diesen Unternehmen absolut vom kroatischen Volk unterstützt wird, was eine Diskriminierung anderer ist, die in der Föderation BiH leben. Ebenso ist klar, dass die Unternehmen mit dem Präfix „hrvatski“ auch unter politischer Kontrolle, d.h. unter dem exklusiven Verwaltungsrecht der Kroatischen Demokratischen Union, stehen. Und das wird aus irgendeinem Grund überhaupt nicht in Frage gestellt.

Die Umbenennung von Unternehmen kann positive Auswirkungen auf die Wirtschaft und den sozialen Zusammenhalt haben. Unternehmen mit inklusiven Namen können alle Bürger besser repräsentieren und eine breitere Kundenbasis anziehen. Dies berührt die Politiker in Bosnien und Herzegowina, insbesondere in der FBiH, offensichtlich nicht sehr, sodass drei Jahrzehnte nach Kriegsende die Wirtschaft immer noch als Exklusivität einer ethnischen Gruppe geführt wird.

Diese Frage erfordert einen ernsthaften Ansatz und politischen Willen, um Veränderungen vorzunehmen, die zu einer besseren Zukunft für alle Bürger Bosnien und Herzegowinas beitragen. Nur so kann Bosnien und Herzegowina vorankommen und sicherstellen, dass sich alle Bürger dieses Landes gleichermaßen wohl und anerkannt fühlen.

(R.Belko)

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