
(Patria) - Sieben Ratsmitglieder der Partei Volk und Gerechtigkeit (NIP) in den Gemeinderäten von Vogošća, Centar, Novi Grad und Hadžići sowie ein Abgeordneter der NIP in der Versammlung des Kantons Sarajevo haben ihre Parteiämter niedergelegt wegen eines "brudermörderischen Krieges".
Unter ihnen sind der Abgeordnete in der Versammlung des Kantons Sarajevo Rusmir Pobrić, die Ratsmitglieder im Gemeinderat Vogošća Emina Džano und Enis Bogilović, die Ratsmitglieder im Gemeinderat Centar Jasmin Ademović, Đenan Mulić und Nermin Kapo, die Ratsmitglied im Gemeinderat Novi Grad Emina Hasanović und das Ratsmitglied im Gemeinderat Hadžići Salko Salkić.
In einem gemeinsamen Schreiben an die Partei reichten sie ihre Rücktritte von allen Parteifunktionen ein und traten aus der NIP aus.
"Wir reichen unsere Rücktritte unter anderem wegen des innerparteilichen Misstrauens und der Umwälzungen ein, die zu lange andauern, und wir betrachten sie als Ergebnis verschiedener Intrigen, Spinnereien und Aufwiegelungen", erklärten sie.
Als weitere Gründe nennen sie die Inkonsistenz und zweierlei Maßstäbe im Umgang mit Einzelpersonen und Organisationen innerhalb der Partei.
Sie fügen hinzu, dass in letzter Zeit auch eine Veränderung des Parteicharakters und der Kultur zu beobachten ist, in Form einer Radikalisierung der Kommunikation in tagespolitischen Konflikten, die sich unter den Aktivisten und sogar einigen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens immer weiter verbreitet.
"Im Bewusstsein der Brutalität und der niederträchtigsten Angriffe verschiedener Gegner, die seit der Gründung der Partei andauern, sind wir der Meinung, dass die Erwiderung mit gleicher Münze langfristig zu einem massiven innerparteilichen 'brudermörderischen' Krieg führt, der bleibende Folgen für das gesamte gesellschaftliche Gefüge Bosniens und Herzegowinas hinterlässt, an dem wir uns nicht beteiligen wollen", erklärten sie in einer Mitteilung.
Sie betonen, dass der Grund für ihren Austritt nicht der Wechsel zu einer anderen politischen Organisation ist.
"Angesichts der guten Politik, die in der vergangenen Zeit von NIP-Kadern umgesetzt wurde, zu der wir in verschiedenen Bereichen unseren vollen Beitrag geleistet haben, bleiben wir dem Prinzip der Unterstützung guter gesellschaftlich nützlicher Prozesse auch in Zukunft treu, im Einklang mit unseren Zuständigkeiten und unserem Wirkungsbereich", erklärten sie.
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