
Juden feiern seit gestern ihr höchstes Feiertag Pessach, und in der jüdischen Gemeinde wurde dieser Feiertag mit einem Sederabend und Gebeten begangen, schreibt die bosnisch-herzegowinische Nachrichtenagentur Patria.
Dies ist ein Feiertag, der im Familienkreis gefeiert wird, und während des Sederabends versammeln sich alle Familienmitglieder um den Tisch, auf dem Speisen stehen, die symbolisch an die Sklaverei der Israeliten in Ägypten und ihre Befreiung erinnern. Zum Sederabend wird die Haggada gelesen.
Dieser Feiertag wird auch als Frühlingsfest und Fest des ungesäuerten Brotes bezeichnet. Auf dem Festtagstisch dürfen Geflügelbraten, Obst, Salat und Mazza – ungesäuertes Brot – sowie bittere Kräuter, die an das harte Leben in ägyptischer Sklaverei erinnern, nicht fehlen.
Dieses Jahr wird in Sarajevo zum 450. Mal gefeiert, seit die Juden nach Bosnien und Herzegowina kamen. Vor 20 Jahren wurde Pessach in Sarajevo für alle Juden auf besondere Weise begangen.
Es war Freitag, der 14. April 1995, die Stadt war ohne Strom und der Krieg tobte immer noch. Etwa 50 Mitglieder der jüdischen Gemeinde machten sich auf den Weg zur Synagoge. Genau um die Mittagszeit betrat der Präsident des Präsidiums von Bosnien und Herzegowina, Alija Izetbegović, in Begleitung von Haris Silajdžić, die Synagoge. Hinter ihnen ging ein weiterer Mann, der eine schwarze Metallkiste trug. Darin befand sich die Sarajevos Haggada. Heute befindet sich die Haggada im Nationalmuseum, das seit drei Jahren geschlossen ist.
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