
(Patria) - Das Büro des Hohen Vertreters (OHR) hat heute gewarnt, dass die Feier des 9. Januar als Tag der Republika Srpska eine Nichtbeachtung der endgültigen und bindenden Entscheidungen des Verfassungsgerichts von BiH darstellt und betont, dass ein solches Vorgehen auch strafrechtliche Folgen haben kann.
Das OHR erinnerte in einer Erklärung an die Haltung des Verfassungsgerichts von BiH, dass die Festlegung des 9. Januar als Tag der Republika Srpska kein kollektives und gemeinsames Gedenken in einer multietnischen Gesellschaft symbolisiert und dass eine solche Praxis diskriminierend ist.
Sie geben auch an, dass die Feier dieses Datums eine klare Nichtumsetzung der Entscheidungen des Verfassungsgerichts von BiH darstellt und betonen, dass die Nichtbeachtung dieser Entscheidungen gemäß den Bestimmungen des Strafgesetzbuchs von Bosnien und Herzegowina eine Straftat darstellen kann.
„Die Einleitung gesetzlich vorgeschriebener Maßnahmen liegt in der Zuständigkeit der Strafverfolgungsbehörden, insbesondere wenn es sich um Inhaber öffentlicher Ämter handelt“, so das OHR.
Sie geben auch an, dass der Hohe Vertreter betont hat, dass die Achtung der Rechtsstaatlichkeit, des Dialogs, der Gespräche und des Kompromisses von entscheidender Bedeutung sind, damit jede Form der Feier des Tages der Republika Srpska inklusiv und von allen Bürgern von BiH akzeptiert werden kann.
Er fügte hinzu, dass ein solcher Ansatz zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts beitragen könnte, anstatt die bestehenden Spaltungen in der Gesellschaft zu vertiefen.
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