
(Patria) - Nach einem Beitrag in den sozialen Netzwerken des ehemaligen Reis-ul-ulema Mustafa ef. Cerić, in dem die Gründung einer "Bosnisch-orthodoxen Kirche" thematisiert wird, folgten zahlreiche Reaktionen der bosnisch-herzegowinischen Öffentlichkeit sowie religiöser und kirchlicher Kreise.
Aus diesem Anlass hat die Agentur MINA um eine Stellungnahme der Islamischen Gemeinschaft in Bosnien und Herzegowina zu diesem Thema gebeten.
"Für die Islamische Gemeinschaft in Bosnien und Herzegowina ist es inakzeptabel, das Wirken, die Organisation oder die kanonische Grundlage der traditionellen Kirchen und Religionsgemeinschaften in Bosnien und Herzegowina in Frage zu stellen.
Die traditionellen Religionsgemeinschaften und Kirchen in Bosnien und Herzegowina haben ihre Autonomie, ihre historische und jede andere Besonderheit, die respektiert werden muss.
Für die Islamische Gemeinschaft in Bosnien und Herzegowina ist jede Einmischung in die Arbeit der Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie in ihre innere Organisation inakzeptabel.
Derartige Diskussionen sind nicht konstruktiv, sie fördern und entwickeln nicht die gegenseitige Wertschätzung, die wir in diesem Moment so dringend benötigen", heißt es in der Antwort des Büros für Öffentlichkeitsarbeit des Rijaset der Islamischen Gemeinschaft in BiH.
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