
(Patria) - Die Islamische Gemeinschaft in Bosnien und Herzegowina lehnt die Ideen des Memorandums zur ethnischen Teilung Bosniens und Herzegowinas, das dieser Tage in Zagreb präsentiert wurde und hinter dem radikal-rechte politische und kirchliche Kreise stehen, vollständig ab.
„Die bosnisch-herzegowinische und die Weltöffentlichkeit wurden durch diese gefährlichen Memoranden der SANU und andere Pläne zur ethnischen Dominanz auf Teilen des Territoriums von Bosnien und Herzegowina und dessen Teilung, die zu schrecklichen Konflikten in den Neunzigerjahren und schließlich zu Verbrechen an den Bosniaken führten, welche vor internationalen Gerichten als Teil eines gemeinsamen kriminellen Unternehmens (UZP) und genozidaler Absichten verurteilt wurden, erinnert“, heißt es in einer Mitteilung des Büros für Öffentlichkeitsarbeit des Reisul-Ulema der Islamischen Gemeinschaft in BiH.
Die Islamische Gemeinschaft ist der Ansicht, dass es niederschmetternd ist, dass aus Zagreb und Belgrad, anstatt Memoranden, die Vertrauen aufbauen, die Vergangenheit aufarbeiten und sich für Integration und die Sicherung gleicher Rechte für jeden Bürger und jedes Volk in jedem Teil Bosniens und Herzegowinas einsetzen würden, erneut die ethnische Dominanz nur eines Volkes auf einem Teil des Territoriums von Bosnien und Herzegowina heraufbeschworen wird.
„Solche unverantwortlichen Politiken haben diesen Regionen bereits genug Leid zugefügt und können erneut nur zu neuen Konflikten und, Gott bewahre, neuen „ethnischen Säuberungen“ und „humanen Umsiedlungen von Völkern“ führen“, heißt es in der Mitteilung.
Die Islamische Gemeinschaft, besorgt um die bosnisch-herzegowinischen Muslime, die Bosniaken, und die bosnisch-herzegowinische Gesellschaft, warnt die verantwortlichen politischen Kreise unter den bosnischen Serben und Kroaten sowie die Kreise der katholischen und orthodoxen Kirche, die Idee einer weiteren Teilung Bosniens und Herzegowinas entschieden abzulehnen und sich gemeinsam mit den Bosniaken für die Einheit unserer Heimat auf den Fundamenten einzusetzen, auf denen sie seit Jahrhunderten ruhte, auf der Einheit der Völker Bosniens und Herzegowinas und ihrem religiösen Pluralismus.
„Kein Volk hat auf irgendeinem Teil Bosniens und Herzegowinas ein größeres oder exklusiveres Recht als irgendein anderes Volk oder ein anderer Bürger, und nur ein solcher Ansatz kann allen wahren Frieden und Gleichberechtigung bringen. Die Geschichte hat uns gelehrt, dass nach jeder Grenzziehung ethnischer Dominanz Konflikte oder Unzufriedenheit derer folgen, die eine neue Realität vor Ort schaffen wollen. Diese Fehler dürfen wir nicht wiederholen“, schloss die Mitteilung.
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