
Extremisten, die hinter dem Portal „Vijesti Ummeta“ stehen, drohten heute, den bosnisch-herzegowinischen Journalisten und Chefredakteur des Portals Saff.ba, Ezher Beganović, zu verfolgen und dass bald sein Kopf abgetrennt werde, genau wie es ISIL-Anhänger auch mit anderen Gefangenen tun, weil Beganović dieses Portal als verbrecherisch bezeichnet hatte, berichtet die Nachrichtenagentur Patria.
Beganović sagte der Nachrichtenagentur Patria, dass er ähnliche Drohungen bereits früher erhalten habe, aber sie seien nie so direkt gewesen wie diesmal. Den gesamten Fall werde er der Polizei melden. Er erwarte, dass sich auch der Verband „BH Novinari“ sowie andere Institutionen und Organisationen im Land zu seinem Schutz einschalten. In der Zwischenzeit werde er nicht aufhören, auf die Verbrechen hinzuweisen, die von ISIL-Anhängern begangen werden, so Beganović.

Faksimile der Drohung gegen Beganović vom Portal Vijesti Ummeta
Das Portal „Vijesti Ummeta“ verfolgt regelmäßig die Geschehnisse im Zusammenhang mit ISIL, übersetzt Texte ins Bosnische und unterstützt darin die terroristische Organisation, von der islamische Gelehrte sagen, dass sie mit allem zu tun haben könne, aber nicht mit dem Islam, da ihre Anhänger die grundlegenden Prinzipien dieser Religion verletzen.
Mit Hilfe dieses Portals verbreitet ISIL seine blutige Idee in Bosnien und Herzegowina, Serbien, Kroatien und anderen Ländern desselben Sprachraums.
Die Extremisten richteten die Drohungen über ihr Portal an Beganović, nachdem er ihre Veröffentlichungen als verbrecherisch bezeichnet hatte. Er gab auch an, dass er vermute, dass hinter dem Portal "Vijesti Ummeta" Geheimdienste von Ländern stünden, denen eine Destabilisierung Bosnien und Herzegowinas gelegen komme.
Das Portal "Vijesti Ummeta" hat regelmäßig als erstes Informationen, wenn ein Staatsbürger von Bosnien und Herzegowina ins syrische Kriegsgebiet geht oder wenn dort jemand von den bh. Staatsbürgern ums Leben kommt. Ebenso schürt das Portal Hass und religiöse Intoleranz in Bosnien und Herzegowina, indem es zu den brutalsten terroristischen Aktionen aufruft. Bosniaken und Muslime, die ihre Idee nicht unterstützen, bezeichnen sie als Abtrünnige vom Glauben.
Interessanterweise war all dies bisher nicht ausreichend, damit die Polizeibehörden in Bosnien und Herzegowina und der Region aufdecken, wer hinter dem Portal steht, obwohl Experten warnen, dass es eine ernsthafte Bedrohung für die Stabilität des gesamten Westbalkans darstellt.
Das kroatische Index.hr hat kürzlich lediglich aufgedeckt, dass die Domain des Portals "Vijesti Ummeta" in Saudi-Arabien registriert ist. Die Person, der die Domain gehört, ist ein gewisser Abdullah Abdurrahman. Das Portal wurde danach abgeschaltet, setzte seine Arbeit aber unter einer anderen Adresse fort, schreibt Patria.
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