
ZAGREB, (Patria) - Der Senat der Universität Zagreb verlieh Mitte Mai den Ehrendoktor an den Präsidenten der HDZ BiH, Dragan Čović. Während der Abstimmung enthielten sich 12 Senatsmitglieder der Stimme, und fünf von insgesamt 70 Mitgliedern dieses Gremiums stimmten dagegen.
Professorin Đurđica Čilić von der Philosophischen Fakultät widersetzte sich als Erste, dass Čović die Ehrendoktorwürde erhält.
„Wo Čović Gott ist, will ich nichts sein“, sagt Professorin Čilić im Interview mit der neuen Ausgabe von „Novosti“, die ab Freitag erhältlich ist.
Im Interview mit dem Journalisten Goran Borković erklärt die Professorin, die am Institut für westslawische Sprachen und Literatur lehrt, warum sie sich dagegen aussprach, dass der Präsident der HDZ BiH die Ehrendoktorwürde der größten kroatischen Universität erhält, spricht über die Reaktionen, die auf ihren Auftritt folgten, und darüber, was mit Dragan Čović nicht stimmt.
„Weder zahlreiche Strafanzeigen, noch die Sklavenhalterbehandlung bosniakischer Gefangener im kroatisch-bosniakischen Konflikt, der jahrelange traurige Exodus der Kroaten aus Zentralbosnien, noch die Schreckensherrschaft, die er in seiner eigenen Partei ausübt, noch die Behandlung des kroatischen Volkes und des dritten Entitels als Bauernopfer in politischen Geschäften, noch die jahrelange enge Zusammenarbeit mit Milorad Dodik... noch die geheimnisvollen Umstände der Bereicherung seiner Familie... haben Čović nicht nur nicht geschadet, sondern er hat auch die Anerkennung der größten kroatischen Universität erhalten“, sagt Čilić, berichtet die Agentur Patria.
Das vollständige Interview ist in der gedruckten Ausgabe von „Novosti“ erhältlich.
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