
(Patria) - Das Kreisgericht in Banja Luka hat die Inspektorinnen Gordana Vučić und Sanja Maksimović, die bei der Operation "Ada" wegen des Verdachts der Bestechungsannahme festgenommen wurden, zu einer einmonatigen Haftstrafe verurteilt.
Wie uns bestätigt wurde, wurden sie heute (24. Februar) in das Gefängnis KPZ Banja Luka gebracht. Die Inspektorinnen werden beschuldigt, vom Besitzer eines Geschäfts in Banja Luka jeweils 500 KM Bestechungsgeld angenommen zu haben.
Im Rahmen derselben Operation wurde auch ihr Kollege Vladan Marjanović festgenommen, der gestern der Staatsanwaltschaft übergeben wurde und nach seiner Vernehmung entschieden wird, ob auch für ihn eine Haftstrafe beantragt wird.
Die Operation "Ada" wurde am Samstag und Sonntag von Polizeibeamten der Direktion der Kriminalpolizei des Innenministeriums der Republika Srpska unter Aufsicht der Sonderabteilung zur Bekämpfung von Korruption, organisierter und schwerster Wirtschaftsverbrechen der Staatsanwaltschaft und auf Anordnung des Kreisgerichts in Banja Luka durchgeführt.
Während der Operation, die auf die Verhinderung von Korruptionsdelikten abzielte, wurden drei Marktinspektoren aus Banja Luka festgenommen und eine größere Menge Geld sichergestellt.
Wie wurden die Inspektorinnen entlarvt?
Nach den bisher gesammelten Beweisen wurde laut Staatsanwaltschaft festgestellt, dass die verdächtigten Inspektorinnen am 20. Februar dieses Jahres am Morgen in Banja Luka als Marktinspektorinnen und Amtspersonen eine Inspektion in einem Gemischtwarenladen im Besitz von M.K. durchführten.
"G.V. kontaktierte M.K. über ihr Mobiltelefon und teilte ihr mit, dass sie bei der durchgeführten Inspektion bestimmte Unregelmäßigkeiten festgestellt hätten, für die eine Strafe von 7.000 bis 8.000 KM verhängt werden könne, aber dass sie sich einigen könnten, wenn M.K. bereit sei, sie zu bewirten. Nachdem M.K. zugestimmt hatte, teilte G.V. ihr mit, dass sie für die angeblich festgestellten Verstöße bei der Inspektion eine Mindeststrafe von 600 KM ausstellen werde, und forderte M.K. auf, ihnen im Gegenzug Geld in Höhe von 1.000 KM zu übergeben, jeweils 500 KM für beide, womit M.K. einverstanden war", so die Staatsanwaltschaft.
Bezüglich ihres Kollegen Marjanović wurde er am Sonntag festgenommen, da er beim Skifahren war.
Nach der Festnahme der Inspektoren teilte das Inspektorat der Republika Srpska gestern mit, dass es nach Erhalt offizieller Informationen der Ermittlungsbehörden in dieser Angelegenheit im Einklang mit dem Gesetz die Maßnahmen seiner Zuständigkeit ergreifen werde.
Dies bezieht sich auf die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen die Verdächtigen gemäß dem gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren.
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