Index.hr: Kriegsverbrecher Dario Kordić spielt "zeitgenössischen Jesus"

Patria
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Index.hr: Kriegsverbrecher Dario Kordić spielt "zeitgenössischen Jesus"

Der Kriegsverbrecher Dario Kordić hielt an diesem Wochenende erneut eine Messe für seine Anhänger ab, schreibt das kroatische Portal Index.hr, berichtet die bosnische Nachrichtenagentur Patria.

Kordić war zu Gast im Pastoralzentrum in Mukinje in der Lika, bei der Vorstellung eines Buches, das Mladen Pavković und Miroslav Piplica über ihn geschrieben haben.

Die gesamte Rede von Kordić wurde auf einer Aufnahme des Portals Likaplus festgehalten, das berichtet, dass der Kriegsverbrecher mit seiner Rede alle Anwesenden bei der Veranstaltung zum Weinen brachte.

Kordić sprach bei der Veranstaltung mit einem Rosenkranz in der Hand. Er sprach von seiner "Begegnung mit Gott in der Gefängniszelle", in die er wegen des Massakers an 116 Zivilisten in Ahmići kam. Wenn man Kordić glaubt, verbrachte er seine Tage im Gefängnis im Gebet und besprengte seine Zelle jeden Tag mit Weihwasser. Über seinem Bett, so sagt er, hatte er ein Kreuz und auf dem Tisch ein Bild der Muttergottes, schreibt Index.hr, berichtet Patria. 

Wie sehr Kordić in seine neu gewonnene Rolle als "zeitgenössischer Jesus" vertieft ist, zeigt laut diesem Portal seine Geschichte über einen Häftling, der angeblich ein Bild des Satans an seinen Schrank klebte. Kordić behauptet, er habe jeden Tag für diesen Häftling gebetet, bis dieser ihm eines Tages sagte: "Dario, heute geht der Satan ins Aus, und du gibst mir das Bild der Muttergottes, damit ich es an den Schrank klebe". 

Der Kriegsverbrecher, den die katholische Kirche nach seiner Ankunft aus Zagreb mit offenen Armen empfing, erzählte auch, wie er auf dem Flug nach Kroatien "aus der Luft Kroatien segnete" und wie er das Land am Flughafen Zagreb küsste. Kordić ist überzeugt, dass der Heilige Geist aus ihm sowohl am Zagreber Flughafen als auch bei der Veranstaltung in der Lika sprach. 

Den Anwesenden verriet er auch, dass sein Ziel sei, Theologie zu studieren und "den Weg des Zeugnisses und des Gebets für sein Volk zu gehen". Im Gefängnis sei ihm am schwersten gefallen, dass er von seinen vier Kindern getrennt war. Er behauptet, seine 19-jährige Tochter habe in der ersten Nacht, nachdem er aus dem Gefängnis entlassen wurde, zwischen ihm und seiner Frau im Bett geschlafen.

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