Igor Kamočaji und zwei weitere Personen wegen Amtsmissbrauchs bei der Arbeitsagentur KS angeklagt

Patria
AutorPatria
22:44
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Igor Kamočaji und zwei weitere Personen wegen Amtsmissbrauchs bei der Arbeitsagentur KS angeklagt

(Patria) - Die Staatsanwaltschaft KS hat Anklage gegen Igor Kamočaji, Indira Habul und Almina Mašin-Suljagić wegen Amtsmissbrauchs bei der Arbeitsagentur KS erhoben, bestätigte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft KS, Azra Bavčić, gegenüber Faktor.

Die Anklageschrift wurde zur Bestätigung an das zuständige Gericht weitergeleitet.

Kamočaji, Habul und Mašin-Suljagić wird vorgeworfen, den Missbrauch während der Durchführung des Programms „Arbeit für alle“ in den Jahren 2019 und 2020 begangen zu haben. Dieses Programm beinhaltete finanzielle Unterstützung für Unternehmer zur Beschäftigung von Bürgern des Kantons Sarajevo.

Kamočaji war im fraglichen Zeitraum Manager für Personalwesen und Mitglied des Aufsichtsrats der Arbeitsagentur des Kantons Sarajevo.

Habul war Leiterin der Abteilung für Anreizmaßnahmen zur Beschäftigung, eine Position, die sie auch derzeit innehat. Ebenso war sie zu dieser Zeit Mitglied des Aufsichtsrats der Agentur.

Mašin-Suljagić war damals, wie auch jetzt, Koordinatorin der Agentur.

Kamočaji und Mašin-Suljagić wird vorgeworfen, 2019, kurz nach der Veröffentlichung des öffentlichen Aufrufs für das Programm „Arbeit für alle“, die Leiterin des Büros der Arbeitsagentur gebeten zu haben, die ersten 10 Plätze im Protokollbuch für diesen öffentlichen Aufruf leer zu lassen.

Angeblich wurden unter diesen 10 Plätzen zwei Unternehmen eingetragen, die mit Kamočaji in Verbindung gebracht werden und finanzielle Mittel aus dem Programm erhalten haben. Eines dieser Unternehmen erhielt angeblich monatlich zwischen 400 und 500 KM für Werkverträge.

Um überhaupt Nutznießer des Programms zu sein, entließen die Unternehmen laut Bericht einen Teil ihrer Mitarbeiter und meldeten sie beim Arbeitsamt an. Anschließend meldeten sie die Mitarbeiter von einem verbundenen Unternehmen in ein anderes verbundenes Unternehmen um.

Als solche wurden sie laut Anzeige über den öffentlichen Aufruf angemeldet und erhielten durch die „Reservierung von Plätzen“ im Protokoll Vergütungen. Nach Abschluss des öffentlichen Aufrufs wurde Igor Kamočaji, wie hervorgehoben wird, bald Direktor eines dieser Unternehmen.

Es besteht auch der Verdacht, dass die Verdächtigen den verbleibenden acht Unternehmen Vorteile verschafft haben, um unter den ersten 10 im Programm „Arbeit für alle“ zu sein.

Habul wird vorgeworfen, das getan zu haben, was Kamočaji und Mašin-Suljagić verlangt hatten, um den Unternehmen Vorteile zu verschaffen.

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