IGK fordert Sanktionen gegen Nenad Stevandić

Patria
AutorPatria
08:30
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IGK fordert Sanktionen gegen Nenad Stevandić

(Patria) - Das Institut zur Erforschung des Genozids Kanada (IGK) fordert den Hohen Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina, Christian Schmidt, auf, Stevandić mit den Petersberger Befugnissen zu sanktionieren und ihm die Ausübung jeglicher politischer Funktion zu verbieten.

Grundlage für die Anwendung der Petersberger Befugnisse ist die Aufnahme Stevandićs in die schwarze Liste der USA, da er direkt für die Anregung zur Verabschiedung eines Gesetzes in der Nationalversammlung des bosnisch-herzegowinischen Entität RS verantwortlich ist, das die Entscheidungen des Verfassungsgerichts von BiH in der Entität RS für nicht anwendbar erklärt, wodurch die Institutionen des Staates BiH negiert, die Umsetzung des Dayton-Friedensabkommens behindert und gefährdet wird und der Frieden und die Stabilität in der Region ernsthaft beeinträchtigt werden. Ein weiterer Grund für die Anwendung der Petersberger Befugnisse ist der begründete Verdacht auf die Begehung von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während der Aggression auf BiH.

Gleichzeitig hat das IGK Strafanzeige gegen Stevandić bei der Staatsanwaltschaft von BiH eingereicht.
Nenad Stevandić, Präsident der Nationalversammlung des bosnisch-herzegowinischen Entität RS und Vorsitzender der Partei Vereinigte Srpska, sieht sich seit Jahren mit Anschuldigungen bezüglich seiner Kriegsvergangenheit und seiner Rolle bei der Aggression auf BiH konfrontiert.

Das IGK verfügt über Beweise für begangene Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die sich vor allem in der Beteiligung Stevandićs als Kommandeur der „Serbischen Verteidigungskräfte“ (SOS) in Kotor Varoš an der Misshandlung und Zwangsinhaftierung der bosniakischen Bevölkerung, an Razzien in bosniakischen Häusern, an groben Misshandlungen und der Verschleppung von Bosniaken in Konzentrationslager des Todes im Raum Kotor Varoš widerspiegeln.

Das IGK warnt den Hohen Repräsentanten und die Staatsanwaltschaft von BiH erneut, dass der Staat BiH wegen der fortgesetzten Leugnung des Staates, der Gefährdung seiner territorialen Integrität, Unabhängigkeit, Souveränität und seines staatsrechtlich-politischen Subjektivitäts, der radikalen Verletzung des Allgemeinen Rahmenabkommens für den Frieden angegriffen wird, was eine Bedrohung für Frieden und Stabilität in BiH darstellt und die Perspektiven aller Bürger, einschließlich der Bürger aus dem bosnisch-herzegowinischen Entität RS, untergräbt. Die fortgesetzten Angriffe Stevandićs auf den Staat BiH gipfelten in den verabschiedeten Akten der Nationalversammlung des bosnisch-herzegowinischen Entität RS, was einen direkten Angriff auf das Dayton-Friedensabkommen und die verfassungsrechtliche Ordnung von BiH darstellt.

Der Hohe Repräsentant und die Justizinstitutionen von BiH sind verpflichtet, entschlossen zu reagieren und unverzüglich Schritte im Rahmen ihrer Zuständigkeit zu unternehmen. Es darf keine Verzögerung oder kein Zögern geben. Denn Stevandić führt zusammen mit Milorad Dodik und seinem Establishment BiH in eine Ungewissheit und Instabilität, deren Folgen unermesslich sein können. Ihr destruktives Handeln muss institutionell durch den Hohen Repräsentanten und die Justizinstitutionen von BiH verhindert werden.

Über diese Aktivitäten hat das IGK bereits den Premierminister von Kanada, die Regierung und das Parlament von Kanada sowie kanadische Organisationen zum Schutz der Menschenrechte und Freiheiten informiert.

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