
(Patria) - Der Minister für Menschenrechte und Flüchtlinge von Bosnien und Herzegowina, Sevlid Hurtić, empfing heute den neu ernannten EUFOR-Kommandanten, Generalmajor Maurizio Fronda, zu einem Antrittsbesuch, der das Ministerium in Begleitung einer Delegation besuchte. An dem Treffen nahm auch Dario Šegrt, Leiter der Abteilung für Statusfragen und Information der Auswanderer im Ministerium, teil.
Während des Treffens wurden die aktuellen Sicherheits- und Migrationsentwicklungen, mit besonderem Bezug auf globale Ereignisse und deren Auswirkungen auf Bosnien und Herzegowina, sowie die Stärkung der interinstitutionellen Zusammenarbeit und des Informationsaustauschs erörtert.
Generalmajor Fronda betonte, dass EUFOR die Sicherheitslage, einschließlich der Kriegsereignisse und Migrationsströme, kontinuierlich beobachtet und in ständiger Kommunikation mit den lokalen Institutionen und internationalen Partnern, einschließlich FRONTEX, steht. Es wurde hervorgehoben, dass Bosnien und Herzegowina als Transitland anerkannt ist.
„EUFOR beobachtet die Sicherheitslage und die Migrationsströme genau und bleibt der Zusammenarbeit mit den Institutionen von Bosnien und Herzegowina verpflichtet. Wir widmen besonderen Aufmerksamkeit Herausforderungen wie Radikalisierung und sogenannten „einsamen Wölfen“, insbesondere in sensiblen Perioden wie Wahljahren“, sagte Fronda.
Minister Hurtić betonte, dass Migration eine der wichtigsten globalen Herausforderungen sei, und hob hervor, dass eine große Zahl von Menschen ihre Heimat auf der Suche nach einem besseren Leben verlässt und oft Länder wie Griechenland und Bulgarien durchquert, bevor sie nach Bosnien und Herzegowina gelangen. Er wies insbesondere auf das Problem des Menschenhandels und die Aktivitäten organisierter krimineller Gruppen hin.
„Migration ist eine komplexe globale Herausforderung, aber besonders besorgniserregend sind die Aktivitäten krimineller Gruppen, die von der Not der Menschen profitieren. Unser Fokus muss auf der Stärkung der Sicherheit, aber auch auf der Wahrung eines humanen Ansatzes liegen“, betonte Hurtić.
Die Gesprächspartner erörterten auch breitere Sicherheits- und gesellschaftliche Fragen und betonten die Bedeutung der Wahrung von Stabilität und Frieden in Bosnien und Herzegowina sowie der Stärkung des Vertrauens zwischen den Bürgern.
Während des Treffens wurden auch Möglichkeiten zur Verbesserung der Zusammenarbeit durch gemeinsame Aktivitäten erörtert, einschließlich eines geplanten Treffens mit religiösen Führern, das am 9. Juni 2026 in Butmir stattfinden soll. Minister Hurtić unterstützte diese Initiative und betonte die Bedeutung der Einbeziehung der Bürger in Dialog- und gegenseitige Verständigungsprozesse.
Zu Beginn des Treffens, in freundschaftlicher Atmosphäre, sprachen die Gesprächspartner auch über die Qualifikation Bosniens und Herzegowinas für die Fußball-Weltmeisterschaft, wobei Generalmajor Fronda, obwohl Italiener, Bosnien und Herzegowina, aber auch Italien, gratulierte und betonte, dass beide Nationalmannschaften eine außergewöhnliche Leistung und Sportgeist gezeigt hätten.
Die Gesprächspartner waren sich einig, dass die kontinuierliche Zusammenarbeit und der Informationsaustausch entscheidend für die Aufrechterhaltung eines sicheren und stabilen Umfelds in Bosnien und Herzegowina sind.
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