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Zwei humanitäre Helfer, die Schweizer Staatsbürger Marija und Tobias Verle, die während der Aggression gegen Bosnien und Herzegowina ein halbes Jahr lang von den Aggressoren in der Umgebung von Sarajevo gefangen gehalten und gefoltert wurden, sind nach Den Haag gekommen, um der Urteilsverkündung gegen Radovan Karadžić beizuwohnen, berichtet der Reporter der bosnischen Nachrichtenagentur Patria aus Den Haag, Sead Omeragić.
Tobias und Marija sind mit dem Auto aus der Schweiz angereist und sagen, sie wollten das Gesicht von Karadžić persönlich sehen, wenn ihm eine langjährige Haftstrafe verkündet wird.
Dem ersten Präsidenten der Republika Srpska, der Muslimen mit dem Verschwinden drohte, wird in der Anklage Völkermord und Verfolgung in bosnisch-herzegowinischen Gemeinden im Jahr 1992, Terror gegen die Zivilbevölkerung von Sarajevo (1992-1995), Völkermord in Srebrenica im Jahr 1995 sowie die Geiselnahme internationaler Beobachter der Vereinten Nationen vorgeworfen.
Das Urteil wird von einer Kammer gefällt, der der südkoreanische Richter O-Gon Kwon vorsitzt, und deren Mitglieder der Richter Howard Morrison aus Großbritannien und der Richter Melville Baird aus Trinidad und Tobago sind.
Übrigens treffen in Den Haag bereits seit Tagen zahlreiche Journalisten, Historiker, Zeugen, überlebende Opfer und Angehörige von Opfern ein, die der Urteilsverkündung beiwohnen werden.
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