
(Patria) - Die Bildungsministerin des Kantons Sarajevo, Naida Hota-Muminović, erklärte auf der heutigen Pressekonferenz, dass die Ausschreibung für die Einstellung von Mitarbeitern in Grund- und weiterführenden Schulen nicht annulliert werde, obwohl sie einräumte, dass es in einem Teil der Ausschreibung einen institutionellen Fehler in Bezug auf eine der Bescheinigungen gebe, nämlich dass nur die Dienstzeit auf der Grundlage einer ausschließlich vom PIO-Institut der Föderation BiH ausgestellten Bescheinigung anerkannt werde.
Die Ministerin hatte auf der Pressekonferenz mehrere Schuldirektoren versammelt und verteidigte heute das EMIS-System und die Digitalisierung der Bewerbung für die Ausschreibung an Grund- und weiterführenden Schulen.
„Ich sehe, dass sich viele Leute mit Digitalisierung und Systemerstellung auskennen, aber eigentlich geht es um viel ernstere Dinge“, erklärte die Ministerin und betonte, dass die Implementierung des digitalen Systems für die Bewerbung auf die Ausschreibung notwendig gewesen sei, der Prozess jedoch herausfordernd war.
Auf die direkte Frage, ob sie die Ausschreibung annullieren werde, antwortete sie, dass sie dies nicht tun werde, da keine Zeit für eine neue sei.
„Unter diesen Bewerbern gibt es Menschen, die ihre Bewerbung hervorragend und erfolgreich ausgefüllt haben, das sind 96 Prozent. Wenn wir die Ausschreibung annullieren, haben diese Bewerber das Recht, Beschwerde einzulegen. Warum sollten wir solche Kandidaten in einen Zustand der Rechtsunsicherheit versetzen? Sie werden dann sicherlich ein Beschwerderecht haben.“
Sie betonte auch, dass der Einstellungsprozess selbst durch diese Ausschreibung auf bestimmte Zeit erfolge und dass das neue System viele Möglichkeiten für Korruption beseitigt habe, die in früheren Prozessen bestanden hätten.
„Dieses System hat jetzt korruptive Handlungen beseitigt. Auch früher kam es zu Fehlern, aber sie waren nicht sichtbar, jetzt sind sie es“, sagte die Ministerin.
„Ich glaube, wir sind auf eine starke Lobby gestoßen, die mit Korruption zu tun hat, sobald eine so große Geschichte losgetreten wurde. Wir stehen entschlossen hinter diesem System, das noch verbessert werden muss“, erklärte die Ministerin und betonte die Notwendigkeit einer weiteren Verbesserung des Systems, um die Rechte der Kandidaten besser zu schützen und mehr Transparenz zu ermöglichen.
Morgen um 13 Uhr wird vor der Regierung des Kantons Sarajevo ein Protest von Kandidaten stattfinden, deren Bewerbungen aufgrund von Versäumnissen im EMIS-System mit null Punkten bewertet wurden.
Die Partei Naša stranka sowie die Gewerkschaft für Erziehung und Grundbildung des Kantons Sarajevo haben die Ministerin aufgefordert, die Ausschreibung zu annullieren.
Am Montag wird auch ein Treffen mit der Kantonalen Aufsichtsbehörde für Inspektionsangelegenheiten stattfinden.
Auch die Abgeordneten Jasmin Šaljić und Admela Hodžić haben separate Initiativen zur Annullierung dieser Ausschreibung eingereicht.
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