
(Patria) - Zutiefst erschüttert sind wir über den versuchten Femizid, der sich in Bijeljina ereignet hat. Die steigende Zahl solcher Fälle und die allgemeine Lage in Bezug auf geschlechtsspezifische Gewalt geben Anlass zu Besorgnis und Beunruhigung, teilte die OSZE-Mission heute mit.
Seit 2015 haben 56 Frauen in Bosnien und Herzegowina ihr Leben verloren, und allein in den Jahren 2021 und 2022 wurden 19 Tötungen begangen, die als Femizid eingestuft werden können. Laut einer OSZE-Studie haben 48 % der Frauen in Bosnien und Herzegowina eine Form von Misshandlung erlebt, wobei anzumerken ist, dass 84 % dieser Misshandlungsfälle nicht gemeldet wurden. Sofortiges Handeln ist ein Gebot der Stunde.
Für alle Regierungsebenen in Bosnien und Herzegowina muss die Prävention und Reaktion auf geschlechtsspezifische Gewalt, einschließlich häuslicher Gewalt, Priorität haben. Durch gegenseitige Zusammenarbeit können wir diese Verbrechen ausrotten, die sowohl Einzelpersonen als auch der Gesellschaft inakzeptablen Schaden zufügen.
Wir sind zuversichtlich, dass die zuständigen Behörden Verantwortung zeigen und der Lösung dieses dringenden Problems Priorität einräumen werden. Ausreden sind nicht länger akzeptabel, denn jeder Tag, der vergeht, kann zu noch mehr verlorenen Leben führen.
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