
(Patria) - Der ehemalige Präsident der bosnischen Entität RS, Milorad Dodik, nutzt jede Gelegenheit, um den Staat BiH und seine Streitkräfte zu leugnen und zu beleidigen - wohl die einzige Art, wie er noch öffentliche und mediale Aufmerksamkeit erregen kann, schrieb heute auf seinem Instagram-Profil der Verteidigungsminister von Bosnien und Herzegowina, Zukan Helez.
"Wenn, wie Dodik behauptet, 'es keinen Staat Bosnien und Herzegowina gibt', dann frage ich ihn öffentlich: Warum, Milorade, bist du nicht mehr Präsident des administrativen Teils von BiH, der RS heißt? Warum hast du die Gerichtsstrafe nach dem Gesetz des Staates bezahlt, den du nicht anerkennst?", führte Helez aus.
Der Minister bewertet, dass Dodiks Äußerungen gegenüber der Öffentlichkeit heute nur einem Zweck dienen - die Unterstützung intellektuell unterlegener, nationalistisch durchdrungener Anhänger zu bewahren.
"Dass er politisch irrelevant ist, wurde auch in Serbien klar, wo man ihn als 'bosnischen Bären' behandelte, ihn auf Veranstaltungen herumführte und einen politischen Zirkus aus ihm machte. Bei der Militärparade in Belgrad lugte er aus der dritten Reihe hervor, in der Hoffnung, dass jemand aufstehen würde, um ihm einen besseren Platz zu überlassen.
Was die Militärparade in Belgrad betrifft - das war ein völliges Fiasko des Vučić-Regimes. Kein einziger ernstzunehmender internationaler Würdenträger nahm teil.
Die Botschaft ist klar: Vučić drängt Serbien an den Rand der internationalen Gemeinschaft, Seite an Seite mit Entitäten wie Südossetien und Abchasien", ist Helez der Meinung.
Seinen Worten zufolge glich diese Parade eher einer schlechten historischen Rekonstruktion als einer ernsthaften Darstellung moderner Militärmacht.
"Während sich der Rest Europas mit der Zukunft beschäftigt, entscheidet sich Vučić, noch einmal Panzer aus dem Museum und Flugzeuge, die flogen, als Slobodan Milošević vom Balkon winkte, vorzuführen.
Wenn das eine Demonstration der Stärke sein sollte - die Botschaft ist angekommen: Serbien steckt tief in der Vergangenheit fest. Bosnien und Herzegowina hat keine Angst vor Waffen aus dem Museum.
Wir haben weder Angst vor Panzern, die älter sind als die Soldaten, die sie fahren, noch vor einer auf Propaganda aufgebauten Parade. Wir sind nur besorgt über die Politik, die immer noch von 'Großserbien' träumt, obwohl die Geschichte sich klar zu diesem Traum geäußert hat.
Anstatt zu paradieren, könnte Vučić endlich eine Parade der Anerkennung der Realität organisieren: dass die Nachbarn Serbiens souveräne Staaten sind, dass es keine neuen Grenzen geben wird und dass der Balkan nie wieder ein Spielplatz für die Komplexe anderer sein wird", schloss Zukan Helez in seinem Beitrag.
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