
(Patria) - Der föderale Abgeordnete Dennis Gratz (DF) hat eine Initiative für Änderungen und Ergänzungen des Strafgesetzbuches der FBiH eingereicht, deren Ziel es laut ihm ist, die Sicherheitssituation zu verbessern.
Unter anderem sehen die Änderungen und Ergänzungen die Einführung des Instituts der lebenslangen Haftstrafe und die Anerkennung des Straftatbestands des Femizids vor.
Auf einer Pressekonferenz in Sarajevo erklärte Gratz heute, dass die lebenslange Haftstrafe für die schwersten Formen von schweren Straftaten, die vorsätzlich begangen wurden, vorgesehen sei.
Darüber hinaus erhöhen die vorgeschlagenen Änderungen des Strafgesetzbuches die obere Grenze der Freiheitsstrafe von 20 auf 25 Jahre und verschärfen die strafrechtlichen Sanktionen für Straftaten gegen Leben und Körper, sexuelle Freiheit und Moral sowie gegen Ehe, Familie und Jugend.
Er wies auch darauf hin, dass die Auswahl an Sicherheitsmaßnahmen, die gegen Täter bestimmter Straftaten angewendet werden können oder müssen, erweitert wird, was unter anderem die Annäherungs- und Kommunikationsverbote mit dem Opfer, die Entfernung aus dem gemeinsamen Haushalt, die Ausweisung von Ausländern aus dem Land und die Veröffentlichung von Urteilen betrifft.
Im Kontext des Kampfes gegen Femizid und Gewalt gegen Frauen betonte Gratz, dass er die Anerkennung des besonderen Status des Femizids, die Verschärfung von Maßnahmen im Rahmen des Straftatbestands der häuslichen Gewalt, die Kriminalisierung sexueller Belästigung und sogenannter Rachepornos sowie die Kriminalisierung von Drohungen und Belästigungen über soziale Netzwerke und andere Kommunikationsmittel sicherstellen werde.
Die Begründung und der Text der Änderungen und Ergänzungen des Strafgesetzbuches der FBiH, die Gratz in das parlamentarische Verfahren eingebracht hat, können Sie hier lesen.
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