
(Patria) - Auf einem Treffen der Delegationen der Bosnischen Akademischen Gesellschaft in Österreich und der Vereinigung unabhängiger Intellektueller – Kreis 99, das in Sarajevo stattfand, wurde ein hoher Grad an Übereinstimmung über die gegenseitige Zusammenarbeit und das gemeinsame Handeln im Bereich übereinstimmender programmatischer Aktivitäten ausgedrückt.
Unbestritten ist, dass beide Organisationen während dreißig Jahren beharrlicher Arbeit die besten Werte des Staates und der Gesellschaft Bosnien und Herzegowinas gefördert und die Integration unserer Bürger in der Diaspora in ein neues, modernes politisches, soziales, kulturelles und arbeitsbezogenes Umfeld angestrebt haben. Und dass sie durch die Zusammenführung der akademischen und intellektuellen Gemeinschaft in beiden Ländern einen produktiven theoretischen und politischen Dialog eröffnet und konkrete Initiativen auf der Grundlage der Werte und Visionen der europäischen Wertegemeinschaft und moderner demokratischer Standards definiert haben. Schließlich ist das Bewusstsein für die Vorteile und die Notwendigkeit einer noch stärkeren gegenseitigen Beeinflussung der Diaspora im Heimatland und der bosnischen Gesellschaft vor Ort gereift. Zivilgesellschaftliche Organisationen können und sollten durch gemeinsame und koordinierte Initiativen und Aktionen einen noch größeren Beitrag leisten.
Von besonderer Bedeutung ist die Unterstützung der Bosnischen Akademischen Gesellschaft in Österreich bei ihrem mehrjährigen Engagement und ihrer konkreten Forderung, dass Bürger bosnischer Herkunft in Österreich den Status und die Position einer österreichischen nationalen Minderheit erhalten, unabhängig von ihrer persönlichen Identität, ihrer ethnischen/nationalen, religiösen oder anderen Herkunft. Dies wird ihre Position und ihre vollständige Gleichberechtigung in allen Segmenten innerhalb der österreichischen Nation freier und gleichberechtigter Bürger in größerem Maße sichern. Die positiven Erfahrungen aus der Arbeit und Existenz bisher anerkannter nationaler Minderheiten in Österreich sprechen dafür.
Es besteht die gemeinsame Ansicht, dass Bürger bosnischer Herkunft diese Initiative unterstützen und sich konkret engagieren, organisieren und in anderen Ländern über ähnliche Organisationen oder neu gegründete zivilgesellschaftliche Initiativen in ihren Heimatländern mit denselben Forderungen handeln sollten. Dies umso mehr, als die Absichten und Standards der EU in diesem Bereich solchen Forderungen nach dem Status nationaler Minderheiten innerhalb demokratischer Nationen entgegenkommen. Dem sollte durch folgende Petition eine möglichst breite Unterstützung zuteilwerden: https://www.openpetition.eu/ba/petition/online/bosanka-i-bosanac-gradani-bosne-i-hercegovine?language=sl_SI.utf8
Insbesondere wurde die epochemachende Vision einer modernen bosnischen Nation, aller Bürger von BiH, als Gemeinschaft souveräner Staaten und freier Nationen, ohne die Negierung irgendeiner bürgerlichen, persönlichen und kollektiven Identität, gewürdigt. Dies ist ein sicherer Weg zur Wiederherstellung einer stabilen Gesellschaft und eines prosperierenden Staates. Es wurde betont, dass weitere Anstrengungen unternommen werden müssen, um den Begriff der bosnischen Nation unter der Bevölkerung im Einklang mit modernen westlichen theoretischen und politischen Prinzipien und wissenschaftlichen Erkenntnissen zu verstehen und zu interpretieren.
Andere zivilgesellschaftliche Organisationen im In- und Ausland werden zur gemeinsamen Zusammenarbeit, Aktivität und Unterstützung aufgerufen.
Die begonnene Zusammenarbeit des Forums der Jugend des Kreises 99 und der Jugend der Bosnischen Akademischen Gesellschaft Österreich sollte gestärkt und andere Organisationen zu einer stärkeren Vernetzung und gemeinsamen Handeln zwischen der Jugend im Land und der Diaspora im Heimatland ermutigt werden.
An der Delegation der Bosnischen Akademischen Gesellschaft aus Österreich nahmen Siradj Duhan und Alen Suljagić teil, und vom Kreis 99 Adil Kulenović, Senadin Lavić und Bojan Šošić.
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