
(Patria) - Die Stadtverwaltung von Stolac gab am Dienstag bekannt, dass der Medžlis der Islamischen Gemeinschaft (IZ) Stolac keine rechtsgültige Baugenehmigung für den Harem hat, da die frühere Genehmigung aufgehoben wurde, da das Land in den Grundbüchern als landwirtschaftliche Nutzfläche in Staatseigentum geführt wird.
Trotzdem heißt es, dass am 23. August auf Initiative des Medžlis IZ Stolac die illegalen Arbeiten ohne gültige Baugenehmigung fortgesetzt wurden, unter Beteiligung einzelner Abgeordneter, Minister und Geistlicher, weshalb die Stadt Strafanzeigen gemäß dem Baugesetz der FBiH erstatten wird, so die Mitteilung der Stadt Stolac.
„Anstatt sich für die Einhaltung der Gesetze und Institutionen der öffentlichen Gewalt dieses Landes einzusetzen, rufen sie mit ihrem Handeln direkt zur Gesetzesverletzung und Missachtung der Institutionen auf. Die Stadt wird gegen alle Beteiligten am illegalen Bau und der Usurpation von Staatseigentum Strafanzeigen wegen der Begehung von Straftaten gemäß dem Baugesetz der FBiH erstatten“, so die Stadt.
Anlässlich der Aussagen, dass die Genehmigung für den Bau des Harems weiterhin in Kraft sei, betont die Stadtverwaltung, dass sie eine Verfügung zur Aufhebung der früheren Genehmigung für den Bau des Harems erlassen habe.
„Grund für die Aufhebung ist die festgestellte Rechtswidrigkeit, das betreffende Grundstück ist in den Grundbüchern als landwirtschaftliche Nutzfläche (Ackerland) in Staatseigentum eingetragen, und diese Tatsache stellt die gesetzliche Grundlage für die Aufhebung der Genehmigung dar. Folglich ist die Gerichts- und Verwaltungspraxis sowie die rechtliche Auslegung, dass eine solche Baugenehmigung niemals Rechtswirkungen entfalten konnte, da sie von Anfang an rechtlich ungültig war.
Folglich sind alle daraus resultierenden Rechtsgeschäfte ungültig und können nachträglich nicht gestärkt werden, da es sich um den Schutz des öffentlichen Interesses handelt“, so die Stadt Stolac.
Sie betonen, dass die Stadtverwaltung im Interesse der Lösungsfindung und unter Achtung der Menschenrechte und des Rechts auf Bestattung von bosnischen Muslimen in Stolac eine gesetzliche Lösung und einen neuen Standort angeboten und über den städtischen Haushalt Mittel für den Erwerb von Grundstücken in der städtischen Zone bereitgestellt hat.
„Aus diesem Grund sind wir überrascht über die Unterstützung, die einzelne Amtsträger und die gesamte Öffentlichkeit solchen illegalen Handlungen entgegenbringen. Unabhängig davon, ob es sich um Minister, Abgeordnete, Stadträte, Geistliche oder andere Personen in öffentlichen Ämtern handelt, sind wir alle verpflichtet, die Gesetze und Institutionen dieses Landes zu respektieren und nicht öffentlich rechtswidriges Handeln zu unterstützen, das zu einer Verschlechterung der interethnischen Beziehungen und der Sicherheitslage in der Stadt führt. Die Stadtverwaltung bekräftigt ihre Verpflichtung zur konsequenten Einhaltung der Gesetze und der verfassungsmäßigen Ordnung dieses Landes. In diesem Rahmen und unter voller Achtung der Rechte aller Bürger auf eine würdige Bestattung ist sie bereit, sich aktiv an der Suche nach einer gesetzlichen Lösung dieses Problems zu beteiligen“, heißt es in der Mitteilung.
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