
Ein Jahr ist seit der Tragödie im Bergwerk Raspotočje des Steinkohlebergwerks Zenica vergangen, bei der am 4. September fünf Bergleute ums Leben kamen, berichtet die Nachrichtenagentur Patria.
Nach einem Gebirgsschlag in Zenica blieben 34 Bergleute in mehreren hundert Metern Tiefe im Bergwerk eingeschlossen. Rettungskräften gelang es, 29 von ihnen zu bergen, für fünf Bergleute gab es leider keine Rettung.
Umgekommen sind die Bergleute Fejzo Isaković, Mehemed Dizdarević, Mehmedalija Halilović, Fahir Halač und Hajrudin Bradarac.
Das Bergwerk Raspotočje ist das tiefste Bergwerk in Bosnien und Herzegowina, das häufig von Gebirgsschlägen heimgesucht wird. Die Industriestadt Zenica selbst war im ehemaligen Jugoslawien als Ort schwerer Grubenunglücke bekannt.
Am 12. Mai 1982 kamen in Raspotočje ebenfalls 39 Bergleute der dritten Schicht ums Leben.
Das Leben der Bergleute in Zenica, aber auch in den meisten anderen Bergwerken in Bosnien und Herzegowina, ist in den letzten Jahren besonders gefährdet, seitdem die Politik statt der Fachleute die Bergwerke leitet.
Die fünf Zenicaer Bergleute, die zu den letzten Opfern zählen, hinterließen minderjährige Kinder, Ehefrauen und Eltern, berichtet Patria.
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