
(Patria) - Der russische Gasriese Gazprom verzeichnete seinen ersten Jahresverlust seit über 20 Jahren, nachdem sich die Gasverkäufe im Vergleich zur Zeit vor der Invasion der Ukraine mehr als halbiert hatten.
Das vom Kreml kontrollierte Unternehmen verzeichnete im vergangenen Jahr einen Nettoverlust von 629 Milliarden Rubel (6,3 Milliarden Euro), bedingt durch den rückläufigen Gasverkehr mit Europa, einst Gazproms wichtigstem Absatzmarkt, berichtet Index.
Die Ergebnisse unterstreichen den dramatischen Niedergang des Unternehmens, das seit dem Zerfall der Sowjetunion eines der mächtigsten in Russland war und dessen Gasreserven oft als Druckmittel in Streitigkeiten mit Nachbarn wie der Ukraine und Moldawien eingesetzt wurden, schreibt The Guardian.
Analysten hatten laut der Nachrichtenagentur Interfax mit einem Nettogewinn von 447 Milliarden Rubel gerechnet.
Laut einer Analyse von Reuters war dies der erste Jahresverlust von Gazprom seit den späten 1990er/frühen 2000er Jahren, als Alexei Miller, ein Verbündeter des neu ernannten Präsidenten Putin, das Unternehmen 2001 übernahm.
Gazproms Verlust im Jahr 2023 folgte auf einen Nettogewinn von 1,2 Milliarden Rubel im Vorjahr. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Sankt Petersburg verzeichnete in den späten 1990er Jahren hohe Verluste, nachdem es Fremdwährungsschulden angehäuft hatte, die aufgrund der Finanzkrise von 1998 in Rubel aufgebläht waren.
Die Aktien von Gazprom fielen gestern in Moskau um etwa 4 Prozent. Russlands Gasexporte nach Europa, einst sein primärer Exportmarkt, sind aufgrund der politischen Folgen des Konflikts in der Ukraine zurückgegangen.
Gazprom, das ein Monopol auf den Gastransport ins Ausland hat, ist das greifbarste Opfer westlicher Sanktionen.
Mitte 2022 begann Gazprom, die Gasversorgung Europas über seine Nord Stream 1-Pipeline zu drosseln, und im September desselben Jahres kündigte es die auf unbestimmte Zeit erfolgte Schließung der Pipeline von Sibirien nach Norddeutschland über die Ostsee an.
Im folgenden Monat wurde die Pipeline durch Unterwasserexplosionen beschädigt, deren Ursache deutsche Ermittler noch untersuchen.
Während die Störung den Gaspreis auf ein Rekordhoch trieb, waren die europäischen Länder erfolgreicher als erwartet bei der Suche nach alternativen Versorgungsquellen, und die USA und Katar halfen, die Speicher auf dem Kontinent aufzufüllen.
Komentari (0)
Prijavite se za komentiranje
PrijavaJos nema komentara. Budite prvi!
Minuta
Sve →Iz drugih kategorija

Hoher Repräsentant nicht gewählt: Deutsche, Franzosen und Briten sabotierten Amerikaner, neuer Versuch Ende Juni

ČOVIĆ OHNE GNADE Wie diejenigen, die Ademović ins Amt brachten, ihm eine politische Hölle bereiteten




Sonniger Samstag, es wird recht warm




Tragödie im albanischen Ferienort: Zwei Minderjährige ertrunken













