
Die Ladenkette "Halal", die Fleisch garantiert reinen Rind- und Geflügelursprungs verkauft und deren Zielgruppe Muslime sind, erhielt von den Stadtbehörden in Paris die Anordnung, auch Schweinefleisch und Alkohol zu verkaufen, andernfalls drohe die Schließung, berichtet die Agentur Patria.
"Halal"-Supermärkte in Paris erhielten von den Stadtbehörden die Anordnung, Schweinefleisch und Alkohol zu verkaufen, mit der Begründung, dass die französische Hauptstadt "keine ausschließlich für Muslime bestimmten Gebiete wünsche, ebenso wenig wie Gebiete, in denen es überhaupt keine Muslime gibt".
Der Bürgermeister des Bezirks Colombes, Nicolas Gueta, sei laut Angaben seines Kabinetts persönlich in einen "Halal"-Laden gegangen und habe den Geschäftsführer gebeten, das Sortiment um Schweinefleisch und Alkohol zu erweitern.
Da die "Halal"-Märkte zunehmend lokale Geschäfte ersetzten, habe sich die Bevölkerung darüber beschwert, dass sie in den "Halal"-Supermärkten nicht das übliche Spektrum an Lebensmitteln kaufen könne.
Der Bürgermeister des Pariser Bezirks betonte bei dieser Gelegenheit, dass er genauso reagiert hätte, wenn "Märkte für koschere Lebensmittel in diesem Maße verbreitet wären".
Die Pariser Behörden streben gesetzliche Maßnahmen an, um den Mietvertrag der Geschäfte durch die "Halal"-Kette, der bis 2019 gilt, zu widerrufen.
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