
(Patria) - Der Forum mladih Kruga 99 hat sich heute anlässlich des 1. März, dem Unabhängigkeitstag von Bosnien und Herzegowina, mit einer Mitteilung zu Wort gemeldet.
Aus dem Forum wird betont, dass das Referendum, das am 29. Februar und 1. März 1992 stattfand, einen demokratischen, verfassungsrechtlichen und historischen Akt darstellte, mit dem die Bürger Bosnien und Herzegowinas ihren souveränen Willen bekundeten, in einem unabhängigen und international anerkannten Staat zu leben.
"Sind Sie für ein souveränes und unabhängiges Bosnien und Herzegowina, einen Staat gleichberechtigter Bürger, Völker Bosnien und Herzegowinas, der Muslime, Serben, Kroaten und Angehöriger anderer Völker, die in ihm leben?"
Diese Frage, so das Forum, stellte keine politische Stellungnahme zum Status des Staates dar, sondern eine normative Bekräftigung zweier grundlegender Prinzipien der zeitgenössischen bosnisch-herzegowinischen Staatlichkeit: Souveränität und Gleichberechtigung.
"Das Referendum vom 29. Februar und 1. März 1992 war ein demokratischer Akt des unmittelbaren Bürgerwillens, mit dem das Recht Bosnien und Herzegowinas auf Eigenständigkeit und völkerrechtliche Subjektivität bestätigt wurde.
Die internationale Anerkennung im April 1992 und die Aufnahme in die Vereinten Nationen bestätigten die Kontinuität der Staatlichkeit Bosnien und Herzegowinas. Damit erhielt die Souveränität sowohl eine innere als auch eine äußere Dimension: das Recht auf eigenständige Gestaltung der Verfassungsordnung sowie eine gleichberechtigte Stellung auf der internationalen Bühne", betont das Forum mladih Kruga 99.
Weiter wird betont, dass Souveränität kein abgeschlossener historischer Akt sei, sondern eine dauerhafte institutionelle und politische Verpflichtung. Ihre Substanz bemesse sich an der Qualität der Rechtsstaatlichkeit, der Funktionsfähigkeit der Institutionen, der Umsetzung der Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und der tatsächlichen Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz.
"Jede Form von Diskriminierung, institutionellen Blockaden oder Infragestellung der Verfassungsordnung und territorialen Integrität stellt eine Negation des Referendumswillens von 1992 dar. Die Rolle der Jugend in diesem Prozess ist entscheidend.
Generationen, die nicht Teil des Referendums waren, tragen die Verantwortung, dessen Wesen zu bewahren und weiterzuentwickeln: ein demokratisches, inklusives und europäisch orientiertes Bosnien und Herzegowina. Die Unabhängigkeit wird heute durch Wissen, institutionelle Reform und politische Verantwortung verteidigt. Bosnien ist unser Bosnien", schließt die Mitteilung des Forums mladih Kruga 99.
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