
(Patria) - Die Stiftung "Blume von Srebrenica" hat im Rahmen des Projekts "Silberne Blume von Srebrenica" heute Stipendien an 42 Schüler/Studenten aus sozial schwachen Familien und an besonders begabte Kinder aus Srebrenica und Umgebung vergeben.
An der Verleihung der Stipendien nahm der Reisul-Ulema der Islamischen Gemeinschaft in Bosnien und Herzegowina, Husein-ef. Kavazović, teil, der auch ein Stipendium überreichte.
„Wir befinden uns am Ort des großen Stifters Gazi Husrev-beg. In diesem Gebäude hier residiert auch ein weiterer Stifter, unser zweiter Stifter, Adil-beg Zulfikarpašić. Unser Volk ist ein gutes Volk, das einst als Gute Bosnier bezeichnet wurde. Aus unserem Volk sind eine große Anzahl von Stiftern hervorgegangen, Menschen, die aus ihrem Vermögen Stiftungen hinterlassen haben, nicht nur in Bosnien und Herzegowina, sondern auch dort, wo die Sultane ihre erbauten, in Istanbul, in ganz Ägypten, in Palästina und an anderen Orten. All dies spricht dafür, was für ein Volk wir sind.
Auf diesen Stiftungen, auf diesen großen Wohltätigkeitsorganisationen, entstanden Schulen, Hamams, Moscheen, was für unser und andere Völker notwendig war“, sagte der Reisul-Ulema in seiner Ansprache an die Anwesenden.
Wir hoffen, dass auch das, was wir heute erleben, dank Mensur Bektić, zu einem dauerhaften Gut heranwachsen wird, das unseren Kindern helfen wird, wenn sie es am dringendsten brauchen, betonte der Reisul-Ulema.
„Stiftungen waren tatsächlich solche Institutionen, die begabte Kinder, arme Kinder unterstützten, so sollte es weitergehen. Die wichtigsten Persönlichkeiten unseres Volkes kamen nicht aus der obersten Klasse, wenn wir das so sagen dürfen, sondern es waren diejenigen, denen die Möglichkeit geboten wurde, groß zu werden. Deshalb ist die Stiftung wichtig und deshalb sind Organisationen wie diese wichtig.
Ich lade Sie alle ein, sich zu beteiligen, sei es durch diese oder andere Organisationen, die Stipendien vergeben und unsere Kinder fördern. Wenn es unsere Kinder an der Drina gibt, wenn wir an der Drina sind, werden wir auch in Sarajevo sein, wir werden auch in Tuzla und an anderen Orten sein“, sandte der Reisul-Ulema die Botschaft.
Die Stipendien belaufen sich auf jeweils 500 KM, und das Geld für die Stipendien wurde auch diesmal von der Stiftung aus dem Verkauf von silbernen „Blumen von Srebrenica“ im vergangenen Jahr gesammelt.
„Vor 12 Jahren kehrte ich mit Freunden von einer Beerdigung in Srebrenica zurück. Beeindruckt von allem, was wir gesehen hatten, sprachen wir, und sie sagten zu mir: 'Du bist doch ein angesehener Künstler, mach etwas für Srebrenica.' Von da an bis zum nächsten Jahr arbeitete ich an der Entwicklung des Projekts „Silberne Blume von Srebrenica“. Es entstand als meine Unterstützung für alle unsere Märtyrer, die unschuldig ermordet wurden. Die Blume von Srebrenica ist ein Symbol, das uns alle daran erinnern soll, dass dieses Böse nie wieder geschehen darf, dass uns dieses Böse nie wieder überraschen darf.
Gerade diese Stipendien sind ein Ansporn für unsere Kinder, zu lernen, zu vermitteln, zu wissen, wer sie sind und was sie sind, niemandem Böses zu wünschen. Wir danken allen, die uns unterstützt haben, auch dem Präsidium der Islamischen Gemeinschaft“, erklärte der Schöpfer der silbernen „Blume von Srebrenica“, Mensur Bektić.
Dies ist bereits die zehnte Stipendienverleihung der Stiftung. Die Auswahl der Schüler/Studenten wurde dem Autor der „Blume von Srebrenica“ anvertraut, Munira Subašić, Präsidentin der „Bewegung der Mütter der Enklaven Srebrenica und Žepa“.
„Es gibt eine große Anzahl von Kindern, die aus Familien stammen, die schwer leben, wir besuchen sie, wir wissen das. Dank Mensur ist ihre Ausbildung erleichtert. Wir als Verein erhalten viele Anträge auf Stipendien, dieses Jahr waren es über 70. Kinder sind unsere Zukunft, wir müssen in sie investieren“, sagte Subašić.
Eine der Stipendiatinnen ist die Schülerin Amna Katica.
„Dies ist das erste Mal, dass ich ein Stipendium erhalte, ich war überrascht. Ich bin glücklich, es wird meine Ausbildung erleichtern. Das ist für mich ein Ansporn, mich mehr anzustrengen“, sagte diese Schülerin der fünften Klasse der Grundschule. Ebenso wurden heute Dankesurkunden an Freunde des Projekts verliehen, die die Arbeit der Stiftung unterstützt haben und unterstützen.
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