
SARAJEVO, (Patria) – In Serbien, aber auch in der bosnischen Entität RS wird seit Tagen eine Art revisionistische Hysterie betrieben, mit der versucht wird, den Völkermord als das schwerste aller Verbrechen zu rechtfertigen oder sogar umzubenennen. Aleksandar Vučić, Aleksandar Vulin, Milorad Dodik schwenken einen Bericht des Nationalarchivs von Großbritannien, dem zufolge der Angriff der Serben auf Srebrenica von bosnischer Seite provoziert worden sei und der Angriff auf Initiative eines lokalen Kommandeurs erfolgt sei.
In diesem Dokument, das angeblich vom Verteidigungsministerium dieses Landes vom 11. Juli 1995 stammt, werden die Ereignisse beschrieben, die den Geschehnissen in Srebrenica vorausgingen, sowie die Reaktion des niederländischen UN-Bataillons, nachdem Truppen der VRS in die Stadt eingedrungen waren.
Der Präsident der Veteranenorganisation der Republika Srpska, Milomir Savčić, der selbst wegen Beihilfe zum Völkermord angeklagt ist, erklärte, dass das britische Dokument über Srebrenica, das bestätige, dass es keinen Plan zur Einnahme Srebrenicas gegeben habe, sehr bedeutsam für die Feststellung der endgültigen Wahrheit über die Ereignisse in dieser Gemeinde sei.
Doch keinerlei Dokumente können das Urteil und die Aussagen Tausender Zeugen ändern. Die Geschichten, mit denen nun der Eindruck erweckt werden soll, dass alle außer den Serben für Srebrenica verantwortlich seien, obwohl das Urteil des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag eindeutig ist, kommen in der Öffentlichkeit und auch in der internationalen Gemeinschaft nicht an.
Der Botschafter des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland in Bosnien und Herzegowina, Matthew Field, bestätigt in einer Erklärung gegenüber Patria unmissverständlich, dass in Srebrenica ein Völkermord stattgefunden hat.
„Das Nationalarchiv des Vereinigten Königreichs hat kürzlich im Sinne transparenten Handelns 25 Jahre alte Dokumente über Bosnien und Herzegowina veröffentlicht. Die unerschütterliche Haltung des Vereinigten Königreichs ist, dass in Srebrenica ein Völkermord begangen wurde. Maßgebliche Bewertungen der Geschehnisse in Srebrenica und anderen Orten sind die Urteile internationaler Gerichte; der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien selbst hat Tausende von Zeugen angehört, wovon Millionen Seiten Transkripte existieren“, sagte Field.
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