
Der Vorsitzende des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina, Bakir Izetbegović, und das Mitglied des Staatspräsidiums, Željko Komšić, sprachen heute mit dem Bundeskanzler der Republik Österreich, Dr. Werner Faymann. Dabei informierten sie ihn über die Lage und die Folgen der Naturkatastrophe, die Schadensbewertung, die Bedürfnisse und Prioritäten im Wiederherstellungs- und Wiederaufbauprozess sowie die Vorbereitungen für die Geberkonferenz.
Besonderer Dank wurde für die Hilfe ausgesprochen, die Österreich Bosnien und Herzegowina bisher geleistet hat, insbesondere für den Einsatz der Angehörigen und Ressourcen der österreichischen Streitkräfte bei der Rettung der gefährdeten Bevölkerung durch EUFOR. Ebenfalls bedankten sie sich für die finanzielle Hilfe in Höhe von einer Million Euro, die die österreichische Regierung am 22. Mai bewilligt hatte, sowie für die Bereitschaft Österreichs, spezielle Minenräumteams zur Reinigung von minenkontaminierten Gebieten zu entsenden, aber auch für die kontinuierliche Sammlung humanitärer Hilfe von Bürgern Österreichs, teilte das Staatspräsidium von BiH mit, wie Patria berichtet.
Es wurde festgestellt, dass die politischen Beziehungen und die Zusammenarbeit auf allen Gebieten sehr gut sind. Ebenso wurde hervorgehoben, dass bei der Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen stetige Fortschritte erzielt werden, was auch die Tatsache bestätigt, dass im vergangenen Jahr ein Anstieg des Handelsvolumens verzeichnet wurde, wobei das Exportvolumen aus BiH nach Österreich stärker wuchs als das Importvolumen aus Österreich nach BiH. Hervorgehoben wurden Umfang und Bedeutung der österreichischen Investitionen für Bosnien und Herzegowina sowie die Tatsache, dass Österreich einer der größten ausländischen Investoren in BiH ist.
Erwähnt wurde die Initiative für Verhandlungen über ein Abkommen zur Beschäftigung von Arbeitnehmern aus BiH in Österreich, und dem Abschluss dieses Abkommens wird große Bedeutung beigemessen, ebenso wie der Initiative für ein Abkommen über kulturelle und wissenschaftliche Zusammenarbeit.
Thema des Treffens war auch der EU-Erweiterungsprozess auf die Länder des Westbalkans, und Bundeskanzler Faymann bekundete seine weitere Unterstützung für die dringend notwendigen inneren Reformen in BiH sowie in anderen Ländern der Region.
Im Namen des Mitglieds des Staatspräsidiums von BiH aus der Republika Srpska, Nebojša Radmanović, nahm die außenpolitische Beraterin Neda Lazarević an dem Treffen teil.
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