Europäische Kommission verabschiedet Visastrategie: Berufskraftfahrer werden als besondere Kategorie anerkannt

Patria
AutorPatria
18:21
Podijeli:
Europäische Kommission verabschiedet Visastrategie: Berufskraftfahrer werden als besondere Kategorie anerkannt

(Patria) - Die Europäische Kommission hat heute die erste Visastrategie der Europäischen Union verabschiedet, die Berufskraftfahrer endlich als besondere Kategorie anerkennt und damit den Weg für die Lösung des Aufenthaltsproblems im Schengen-Raum ebnet.

Die Verabschiedung dieser Strategie wird die Grundlage für die zukünftige Lösung des langjährigen Problems von Transportunternehmen aus BiH bilden, deren derzeitiges Regime ihnen keinen Aufenthalt im Schengen-Raum von mehr als 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen gestattet.

In einer Mitteilung auf der Plattform X begrüßte der Leiter der EU-Delegation, Luigi Soreca, diese Strategie der Europäischen Kommission und betonte, dass sie darauf abzielt, die Sicherheit zu stärken, einschließlich einer stärkeren Überwachung bestehender visafreier Regelungen, aber auch Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit zu fördern, indem legitime Reisen einfacher, schneller und vorhersehbarer gestaltet werden.

„Die EU und ihre Mitgliedstaaten werden gemeinsam mit Partnerländern an pragmatischen Lösungen arbeiten, um die Schwierigkeiten für Fachkräfte zu verringern, die stark auf Mobilität in ganz Europa angewiesen sind.

Es wird auch die Einführung neuer Gesetzgebung mit einem spezifischen Regelwerk für einen verlängerten Kurzaufenthalt auf EU-Ebene geprüft. Dies ist besonders relevant für Berufskraftfahrer aus BiH und der Region Westbalkan, aber auch für andere, wie reisende Künstler oder Sportler“, so Soreca.

Das verabschiedete Dokument unterstreicht die Bedeutung der Partnerschaft und betont, dass Bosnien und Herzegowina als Nachbar und Land auf dem Weg zur EU ein wichtiger Partner in einer Zeit wachsender Mobilität bleiben wird.

Ziel ist es, gemeinsame Sicherheit, Wirtschaftswachstum und Wettbewerbsfähigkeit durch die Erleichterung der Arbeitskräftemobilität, die für die Wirtschaft von entscheidender Bedeutung ist, zu gewährleisten.

Die Europäische Kommission hat eine neue Strategie vorgestellt, die die Grundlage für eine Visapolitik legt, die an moderne Herausforderungen wie geopolitischen Wettbewerb und wachsende Mobilität angepasst ist.

Der Fokus liegt auf vier Säulen: Stärkung der Sicherheit innerhalb Europas, Förderung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit, Ausweitung des globalen Einflusses und Wahrung der strategischen Werte und des Ansehens der EU.

Einer der wichtigsten Schritte ist die vollständige Digitalisierung. Reisende, die ab Ende 2026 kein Visum mehr benötigen, werden das ETIAS-System nutzen, das die Überprüfungen vor der Reise automatisiert.

Für diejenigen, die ein Visum benötigen, wird der Prozess online abgewickelt.

Darüber hinaus ist die Einführung von Mehrfachvisa mit verlängerter Gültigkeitsdauer für vertrauenswürdige Reisende geplant, um die Wirtschaft anzukurbeln und diejenigen mit einer ordnungsgemäßen Reisegeschichte zu belohnen.

Brüssel hat erstmals offiziell bestätigt, dass die derzeitige Schengen-Regelung für Berufskraftfahrer aus Nicht-EU-Ländern nicht tragbar ist.

Die Kommission kündigte die Schaffung spezifischer Lösungen an, die den tatsächlichen Bedürfnissen dieses Sektors gerecht werden.

Zusammen mit der Strategie wurde eine Empfehlung zur Anwerbung innovativer Talente, Forscher und Studenten verabschiedet, um Europa auf dem globalen Arbeitsmarkt wettbewerbsfähiger zu machen.

Während in Brüssel Veränderungen angekündigt werden, bleibt die Situation vor Ort angespannt. Mitglieder des Konsortiums Logistika BiH protestieren bereits zum vierten Mal in Folge an den Grenzübergängen zur EU und fordern eine dringende Klärung des Status der Transportunternehmer.

Die Transportunternehmer aus Montenegro haben ihre Proteste nach einer Einigung mit der Regierung eingestellt.

Der Minister für Kommunikation und Verkehr von BiH, Edin Forto, äußerte sich ebenfalls zu dieser Entscheidung der Europäischen Kommission und erklärte unter anderem, dass dies kein Sieg für heute, sondern für die kommende Zeit sei, in der Gespräche in Brüssel einfacher sein werden.

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