
(Patria) - Die EU-Delegation in BiH hat heute die wiederholte Leugnung der Fakten über den Völkermord von Srebrenica während der Sitzung der Nationalversammlung der Republika Srpska und der Kundgebung „Srpska te zove“, die am 18. April in Banja Luka stattfanden, verurteilt.
Die EU-Delegation in BiH betont, dass der Völkermord, der im Juli 1995 in Srebrenica begangen wurde, keine Frage der persönlichen Meinung ist. Es handelt sich um eine historische Tatsache, die in Gerichtsverfahren vor dem Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien im Jahr 2004 und dem Internationalen Gerichtshof im Jahr 2007 festgestellt wurde.
„In Europa gibt es keinen Platz für die Leugnung von Völkermord, Revisionismus und die Verherrlichung von Kriegsverbrechern, und wir lehnen jede Leugnung, Relativierung oder Fehlinterpretation des Völkermords von Srebrenica ab.
Wir verurteilen die wiederholte Leugnung der Fakten über den Völkermord von Srebrenica während der Sitzung der Nationalversammlung der Republika Srpska und der Kundgebung „Srpska te zove“ am 18. April 2024.
Der im Juli 1995 in Srebrenica begangene Völkermord ist keine Frage der persönlichen Meinung. 👇 pic.twitter.com/s30jnJbJXs— EU in Bosnia and Herzegovina (@eubih) April 20, 2024
Die Leiden der Bürger von BiH aller Nationalitäten während des Krieges von 1992 bis 1995 sind unbestritten. Die Grundlage für eine echte Versöhnung sind Empathie und die Anerkennung des Leidens aller Opfer.
In diesem Zusammenhang müssen alle ihren Teil dazu beitragen. Die Anzweiflung der detailliert festgestellten Fakten über den Völkermord von Srebrenica ist jedoch historisch falsch, verursacht zusätzlichen Schmerz und Trauma für die Familien der Opfer und erschwert die entscheidende Aufgabe des Brückenbaus und der Versöhnung.
Wir rufen alle politischen Führer und andere führende Persönlichkeiten in BiH auf, durch gezeigten Respekt vor den Opfern und die Förderung der Versöhnung ein Vorbild zu sein.
Politische Akteure sollten sich von provokativer Rhetorik oder Handlungen zurückhalten und sich auf die Fortschritte des Landes auf seinem europäischen Weg konzentrieren, was das gewünschte Ziel der überwiegenden Mehrheit der Bürger von BiH ist“, heißt es in der Erklärung der EU-Delegation in BiH.
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