
In der kongolesischen Provinz Katanga sind 315 Menschen an den Folgen der Masern gestorben, mindestens 20.000 wurden mit dem Virus infiziert, berichtete heute die UNO, wie die Nachrichtenagentur Patria meldet.
Es wird befürchtet, dass die Zahl der Toten sogar noch höher liegt, doch dafür gibt es keine dokumentierten Belege, da Ärzte nur schwer Zugang zu entlegenen Regionen haben, berichtete das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA).
"Die Masern-Epidemie in der Provinz Katanga verschlimmert sich nur und breitet sich aus", heißt es in einer Mitteilung von OCHA, und es wird hinzugefügt, dass für die Impfung und Behandlung der Infizierten mehr als 2,4 Millionen Dollar benötigt werden.
Bei der Epidemie 2010 und 2011 starben 1085 Menschen, 77.000 wurden infiziert, so die in der wissenschaftlichen Zeitschrift BMC Infectious Diseases veröffentlichten Daten.
Der Teil von Katanga, in dem sich die Kupfer- und Kobaltminen befinden, wurde von den bisherigen Epidemien verschont, da er Hunderte Kilometer südlich der am schwersten betroffenen Landesteile liegt.
Die Sterblichkeit infolge einer Maserninfektion ist in den entwickelten Ländern niedrig, kann aber in armen und Entwicklungsländern auf 20 Prozent ansteigen, berichteten Ärzte ohne Grenzen. In den entwickelten Ländern kostet die Impfung eines Kindes gegen Masern etwa einen Dollar.
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