
(Patria) - Im oberen Lauf des Flusses Neretva, unmittelbar unterhalb des Wasserkraftwerks Ulog, ereignete sich am Freitag eine ökologische Katastrophe mit Fischsterben.
- Heute Morgen wurde ein riesiges Fischsterben beobachtet, das sich auf dem Abschnitt von der Maschinenhalle des Wasserkraftwerks Ulog bis zur Mündung des Flusses Ljuta ereignete. Auf dem ersten Bild sind die Ausmaße dieses katastrophalen Fischsterbens zu sehen, das wahrscheinlich durch eine lang anhaltende, drastische Reduzierung des Abflussvolumens aus dem Ulog-Stausee verursacht wurde.
Leider ist dies nicht das erste Mal, dass an dieser Stelle ein Fischsterben auftritt, aber diesmal handelt es sich um ein wahres Massaker, heißt es in der Mitteilung der Umweltschutzorganisation „Zeleni Neretva“ Konjic.
- Auf dem zweiten Bild ist jedoch die heutige plötzliche und massive Erhöhung des aus dem Stausee abgelassenen Wassers zu sehen, bei der der Aufnahmemann buchstäblich aus dem Flussbett fliehen musste. Wir gehen davon aus, dass diese Flutwelle absichtlich und ausschließlich zu dem Zweck ausgelöst wurde, die toten Fische mit der Strömung flussabwärts vom Kraftwerk zu verlagern und so den zuständigen Behörden die Einsicht in den tatsächlichen Zustand vor Ort zu erschweren. Dies ist die einzig logische Erklärung, da das Wasserkraftwerk Ulog praktisch nicht in Betrieb ist und diese Schwankungen des Wasserstands nicht durch den regulären Betrieb dieses ohnehin äußerst umstrittenen Kraftwerks verursacht werden, so die Schlussfolgerung in ihrer Mitteilung.
Umweltorganisationen und die lokale Bevölkerung erwarten eine sofortige Reaktion der zuständigen Institutionen, aber auch einen langfristigen Schutz des Flusses Neretva, der zu den wertvollsten Naturschätzen Bosniens und Herzegowinas gehört.
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