
Die Europäische Kommission hat beschlossen, die Organisation der Plenarsitzung des Strukturierten Dialogs über Justiz zwischen der Europäischen Union und Bosnien und Herzegowina, die ursprünglich für den 13. und 14. Juli 2015 in Sarajevo angesetzt war, zu stoppen. Die Europäische Kommission hat die jüngste Debatte über den Strukturierten Dialog im Ministerrat von Bosnien und Herzegowina und unter den zuständigen Akteuren zur Kenntnis genommen. Daher ist ein dringendes Engagement mit den Exekutivbehörden in ganz Bosnien und Herzegowina erforderlich, berichtet die bh. Nachrichtenagentur Patria.
Angesichts des aktuellen politischen Kontexts ist die Europäische Kommission der Ansicht, dass alle Aspekte im Zusammenhang mit der Funktionsweise des Strukturierten Dialogs erörtert werden sollten, mit dem Ziel, die Arbeitsmethodik, Verfahren und andere Fragen im Zusammenhang mit der künftigen Einrichtung eines formellen Unterausschusses für Justiz, Inneres und Sicherheit sowie einen klaren Arbeitsplan für die kommenden Monate zu den wichtigsten Reformprioritäten gemeinsam abzustimmen.
Daher wurde für Montag, den 13. Juli, ein Treffen mit Vertretern der Exekutivbehörden einberufen, um all diese Aspekte zu klären. Die Vertreter der Exekutivbehörden sind: der Justizminister von Bosnien und Herzegowina, der Justizminister der Föderation Bosnien und Herzegowina, der Justizminister der Republika Srpska und der Vorsitzende der Justizkommission des Brčko-Distrikts. Die Europäische Kommission hat außerdem verlangt, dass vorbereitende Gespräche darüber geführt werden, wie die wesentlichen Reformprozesse und die Verfolgung von Kriegsverbrechen fortgesetzt werden können.
Die Europäische Kommission zählt auf ein klares Bekenntnis zu Wegen für den Fortschritt der Justizreform, auch im Rahmen der neuen Strategie für die Justizreform in Bosnien und Herzegowina. Dies wird zu den bereits erzielten Hauptergebnissen des Strukturierten Dialogs über Justiz beitragen: der Verfolgung von Kriegsverbrechen und der Entwicklung von Maßnahmen für Professionalität, Verantwortlichkeit, Unabhängigkeit und Effizienz der Justiz.
Die Europäische Kommission erwartet, dass sich alle Behörden aktiv an der Wiederbelebung des Strukturierten Dialogs beteiligen, durch eine glaubwürdige und effiziente Planung künftiger Aktivitäten und anschließend durch die schrittweise Einleitung der Reformen, die zur Konsolidierung eines unabhängigen, effektiven, verantwortungsvollen und professionellen Justizsystems in Bosnien und Herzegowina erforderlich sind.
IM MINISTERRAT NICHT INFORMIERT
Interessant ist, dass heute aus dem Ministerrat von Bosnien und Herzegowina die Ankündigung einer Sitzung unter dem Vorsitz des Justizministers von Bosnien und Herzegowina, Josip Grubeša, einging.
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