
Das Schlimmste, was uns während dieser Überschwemmungen passiert ist, ist, dass die Menschen, die ihr Obdach und einige auch ihre Lieben verloren haben, auch ihre Arbeitsplätze verloren haben. Durch die Erzielung persönlicher Einkünfte werden sie nicht in der Lage sein, materielle Schäden zu beheben, die behoben werden können, erklärte der Präsident der Wirtschaftskammer von Bosnien und Herzegowina, Ahmet Egrlić, berichtet die bosnisch-herzegowinische Nachrichtenagentur Patria.
Er erklärte, dass über hundert bosnisch-herzegowinische Produktionsunternehmen direkt Schaden erlitten hätten. Viele dieser Unternehmen haben ihre Produktion vollständig eingestellt und es ist ungewiss, wann sie die Produktion wieder aufnehmen können.
- Was beunruhigend ist, ist, dass es danach sicherlich zu einem Rückgang der Exporte, zu einem Rückgang des Frischkapitals im Land, zu einem Rückgang der Steuer- und Nichtsteuererträge kommen wird. Der gesamte Geld-, Menschen- und Warenfluss wird in Bosnien und Herzegowina um fast 30 Prozent sinken – sagte Egrlić. Er fügte hinzu, dass er nicht wisse, wie lange dieser Zustand andauern werde und wann diese Unternehmen die Produktion wieder aufnehmen könnten. Es handelt sich um Unternehmen, die äußerst vielversprechend sind und einen Markt in der Europäischen Union hatten. Betroffen sind auch alle Wirtschaftszweige: Holz-, Textil-, Metall-, Lebensmittelindustrie und andere.
- Wir haben Informationen, dass nur sehr wenige Unternehmen versichert waren, und das ist das, was zusätzlich beunruhigt. Wir haben derzeit keine Fonds, die solche Unternehmen unterstützen könnten – erklärte Egrlić.
Er fügte hinzu, dass die Vertreter der Wirtschaftskammer von Bosnien und Herzegowina die Eurochambers, den Weltverband der Handelskammern und den Balkanverband der Handelskammern kontaktiert hätten, um über das Kammernsystem dazu beizutragen, dass bosnisch-herzegowinische Unternehmen ihren Markt in der Welt und in Europa nicht verlieren. Sie baten die Kammern anderer Länder, auf ihre Geschäftsleute einzuwirken, die Verträge mit bosnisch-herzegowinischen Unternehmen nicht zu kündigen.
Egrlić appelliert auch an die Behörden von Bosnien und Herzegowina, alles zu tun, damit der Staat durch Budgets und Anreize die schnellstmögliche Wiederaufnahme der Produktion und der Arbeitsplätze ermöglicht, schreibt Patria.
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