
Der Vorsitzende des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina, Šefik Džaferović, traf sich mit der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen.
Gesprochen wurde über die aktuelle Sicherheits- und politische Lage, mit Schwerpunkt auf den einseitigen Schritten der Behörden der Entität RS, die das Dayton-Friedensabkommen und 27 Jahre seiner Umsetzung gefährden.
Ein besonderes Gesprächsthema waren die Auswirkungen der russischen Aggression gegen die Ukraine auf den Westbalkan, insbesondere auf Bosnien und Herzegowina und das Wirken des russischen Einflusses innerhalb von BiH.
Der Vorsitzende des Staatspräsidiums von BiH informierte die Präsidentin der Europäischen Kommission über die Aktivitäten von Akteuren innerhalb von BiH, die als Teil des russischen Einflusses derzeit die Umsetzung der EU-Sanktionen gegen Russland behindern, denen sich BiH auf höchster Ebene angeschlossen hat.
Der Vorsitzende des Staatspräsidiums von BiH forderte von der Präsidentin der Europäischen Kommission die Verleihung des Kandidatenstatus an Bosnien und Herzegowina, was eine außerordentliche Bedeutung für die Stabilisierung der Lage in BiH hätte.
Er betonte, dass Bosnien und Herzegowina seine Verpflichtungen aus der Stellungnahme der Europäischen Kommission nicht umgehen wolle, aber eine gleiche Behandlung wie andere Staaten im Sinne der Erlangung des Kandidatenstatus im beschleunigten Verfahren aufgrund geopolitischer und sicherheitspolitischer Imperative wünsche, zumal Bosnien und Herzegowina unter starkem Druck des russischen Einflusses stehe.
Gesprochen wurde über die Aktivitäten, die auf die Umsetzung begrenzter Verfassungs- und Wahlreformen abzielten, im Einklang mit der Forderung der Europäischen Kommission, dass BiH die Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte umsetzt.
Der Vorsitzende des Staatspräsidiums von BiH unterstrich die Notwendigkeit der Durchführung von Wahlen zu den gesetzlichen Terminen, da das Infragestellen des gesetzlichen Automatismus in diesem Zusammenhang ein direkter Weg zur Aussetzung des demokratischen Prozesses und zur Destabilisierung höchsten Grades sei.
Der Vorsitzende des Staatspräsidiums von BiH bedankte sich bei der Präsidentin der Europäischen Kommission für alles, was sie für Bosnien und Herzegowina getan hat und weiterhin tut, wurde nach dem Treffen mitgeteilt.
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