
(Patria) - Vertreter führender Holzverarbeitungsunternehmen, die in ganz Föderation Bosnien und Herzegowina (FBiH) tätig sind, rund 25.000 Mitarbeiter in FBiH beschäftigen und in mehr als 30 Länder Europas und der Welt exportieren, hielten ein Treffen ab, auf dem die Auswirkungen der Entscheidung über den Mindestlohn für das Jahr 2025 diskutiert wurden. Die Entscheidung wurde als äußerst destruktiv bewertet, insbesondere für einen Sektor, der bereits seit vier Jahren unter den Folgen der Energiekrise, steigenden Rohstoffpreisen und sinkender Nachfrage auf dem EU-Markt leidet.
Die Gesamtrentabilität dieser Branche ist auf einem sehr niedrigen Niveau und liegt unter dem Landesdurchschnitt. Diese Entscheidung wird zu einem erheblichen Kostenanstieg für mehr als die Hälfte der Unternehmen führen, die mit einem Anstieg zwischen 10 % und 20 % rechnen, während 15 % mit einem Kostenanstieg von sogar 20 % bis 30 % rechnen. Gleichzeitig wird die bereits geschwächte Exportwettbewerbsfähigkeit aufgrund hoher Logistikkosten und Grenzabfertigungsverzögerungen weiter gefährdet, und viele Unternehmen haben ihren Umsatz bereits halbiert.
Eine Preiserhöhung, so die Antwort von 65 % der Unternehmen, stellt den größten Versuch dar, die Auswirkungen dieser Entscheidung zu überwinden, falls sie in Kraft bleibt. Die meisten seriösen Unternehmen haben jedoch bereits Verhandlungen mit ausländischen Kunden abgeschlossen und Produktionskapazitäten für 2025 vereinbart, was die Anpassung an diese Änderungen zusätzlich erschweren wird. Mindestens ein Drittel der Unternehmen wird auch gezwungen sein, die Zahl der Mitarbeiter zu reduzieren, was besonders sozial schwache Gruppen treffen und die sozioökonomische Stabilität weiter gefährden wird. Viele Unternehmen kündigen bereits die Einstellung neuer und bereits laufender Investitionen sowie Änderungen in den Vergütungssystemen für Mitarbeiter an, um dem wachsenden Druck standzuhalten.
Die Vertreter dieser Unternehmen unterstützten einstimmig die Grundsätze der Verordnung über Mindesteinkommen, die vom Arbeitgeberverband in FBiH als Kompromisslösung vorbereitet wurde und die tatsächlichen Möglichkeiten der Wirtschaft berücksichtigt, und warnten vor möglichen radikalen Maßnahmen, einschließlich Streiks, Arbeitsniederlegungen und Stopps zukünftiger Investitionen, falls die Entscheidung ohne Anpassungen in Kraft bleibt.
Diese Situation erfordert eine sofortige Reaktion aller relevanten Akteure, um die Stabilität der Wirtschaft und der Arbeitsplätze zu erhalten, und zwar durch einen sozialen Dialog im Rahmen des Wirtschafts- und Sozialrates mit dem Ziel, eine endgültige Lösung zu vereinbaren, wurde auf dem Treffen der Unternehmen aus dem Holzverarbeitungssektor geschlossen.
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