Dramatische Warnung aus Berlin: Deutschland in der tiefsten Krise seit Gründung der Bundesrepublik

Patria
AutorPatria
19:10
Podijeli:
Dramatische Warnung aus Berlin: Deutschland in der tiefsten Krise seit Gründung der Bundesrepublik

(Patria) - Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Peter Leibinger, ist der Ansicht, dass sich Deutschland in der tiefsten Krise seit Gründung der Bundesrepublik befindet.

Die Industrieproduktion wird im Jahr 2025 wahrscheinlich sinken, und das zum vierten Mal in Folge, analysiert Deutsche Welle.

Der BDI warnt, dass sich die nationale Wirtschaft im freien Fall befindet.

- Der Industriesektor sieht sich Ende 2025 mit einer dramatischen Situation konfrontiert. Wirtschaftlich gesehen befindet sich Deutschland in der tiefsten Krise seit Gründung der Bundesrepublik, aber die Bundesregierung reagiert nicht entschieden genug - kritisierte Leibinger die Union CDU/CSU und die SPD.

Im aktuellen Bericht des BDI wird für dieses Jahr ein (neuer) Rückgang der Industrieproduktion um zwei Prozent prognostiziert. Das würde bedeuten, dass das Volumen der Industrieproduktion bereits zum vierten Mal in Folge sinkt.

- Dies ist kein zyklischer, sondern ein struktureller Rückgang. Die deutsche Industrie verliert kontinuierlich an Boden - sagte Leibinger.

Allerdings ist der BDI in Bezug auf die Europäische Union etwas optimistischer. Laut ihrer Analyse ist die Industrierezession innerhalb der EU wahrscheinlich bereits beendet.

Der BDI hat nämlich seine frühere Prognose nach oben korrigiert und erwartet nun, dass die Industrieproduktion in diesem Jahr um ein Prozent steigen wird. Die vorherige Prognose sah einen Rückgang von einem Prozent vor.

Und noch eine gute Nachricht - der BDI erwartet nicht, dass der Rückgang der deutschen Exporte im Jahr 2025 anhalten wird.

Der Bericht des BDI befasst sich mit verschiedenen Branchen und konzentriert sich unter anderem auf die chemische Industrie. Kürzlich lag die Kapazitätsauslastung der Chemieanlagen im Land bei nur 70 Prozent.

Der Maschinenbau und die Stahlindustrie stehen ebenfalls unter Druck. Die Situation in der Bauindustrie scheint sich jedoch zu stabilisieren.

In der Automobilbranche wird ein Produktionsanstieg erwartet, und die Kapazitätsauslastung ist inzwischen gestiegen. Die Beschäftigung in der Automobilindustrie ist jedoch weiterhin rückläufig.

Wirtschaftsexperten warnen vor der Möglichkeit von Arbeitsplatzverlusten in einem Schlüsselbereich der nationalen Wirtschaft.

- Deutschland braucht jetzt eine grundlegende Wende in der Wirtschaftspolitik mit klaren Prioritäten in Bezug auf Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftswachstum - betont Leibinger.

Jeder Monat ohne entschlossene Strukturreformen wird Deutschland weitere Arbeitsplätze und Wohlstand kosten und den zukünftigen Handlungsspielraum des Staates ernsthaft einschränken, warnt der BDI-Chef.

Konkret fordert Leibinger, dass die Bundesregierung Investitionen und nicht Konsum priorisiert. Ein Sonderfonds (aus dem hunderte Milliarden Euro in die Erneuerung der Infrastruktur und die Stärkung der Wirtschaft investiert werden sollen), muss transparent für zusätzliche Investitionen genutzt werden, heißt es vom BDI.

Kritiker beklagen nämlich, dass die Bundesregierung einfach Projekte aus dem Staatshaushalt in diesen Sonderfonds für Infrastruktur und Klimaschutz verschiebt, um dann die freiwerdenden Mittel aus dem Haushalt zur Finanzierung verschiedener Sozialstaatsprojekte wie der sogenannten „Mütterrente“ zu verwenden.

Dabei handelt es sich um eine Maßnahme, die auf Drängen der bayerischen CSU beschlossen wurde. Ihr Ziel ist es, die Rentenleistungen für Mütter (und Väter) zu erhöhen, indem die Zeit, die sie zu Hause (und nicht am Arbeitsplatz) mit der Kindererziehung verbracht haben, in die Rentenhöhe eingerechnet wird.

Komentari (0)

Prijavite se za komentiranje

Prijava

Jos nema komentara. Budite prvi!

Minuta

Sve →

Iz drugih kategorija