
Geschrieben von: Rasim Belko
Der Staat und seine Institutionen wurden von der HDZ demontiert. Ist das nicht ein Satz, der uns allen in Bosnien und Herzegowina sehr gut bekannt ist? Denn wir haben uns von den demontierenden Fähigkeiten der Kroatischen Demokratischen Union sehr gut überzeugt.
Die einleitende Aussage richtet sich jedoch an die HDZ in Kroatien. Diejenige, die Andrej Plenković führt. Die Botschaft wurde von der SDP-Politikerin Mirela Ahmetović verfasst.
Und sie hätte von jedem Bosnier und Herzegowiner verfasst werden können. Die Kroatische Demokratische Union Bosniens und Herzegowinas ist am stärksten, wenn sie sich an politischen Ausschreibungen zur Demontage des Parlamentarismus Bosniens und Herzegowinas beteiligt.
Deshalb sind alle parlamentarischen Abläufe auf allen Ebenen, von den untersten bis zu den staatlichen, blockiert, wo die HDZ etwas entscheidet und wo sie mitredet. Die Kantone werden wir dieses Mal überspringen.
Das Haus der Völker des Parlaments der Föderation Bosnien und Herzegowina ist eine der Schlüsselinstitutionen für die Verabschiedung von Gesetzen und wichtigen Entscheidungen. Aber mit den Demonteuren aus dem Lager von Dragan Čović stolpert diese Institution zu oft und drängt die Föderation zurück, indem sie die Räder unaufhörlich bergab treibt.
Wer den parlamentarischen Betrieb im größeren bosnischen Entität auch nur oberflächlich verfolgt, wird leicht erkennen, dass das Haus der Völker der Föderation Bosnien und Herzegowina arbeitet, als ob es sich in einer technischen Amtszeit befände, obwohl es erst die Hälfte seiner Amtszeit hinter sich hat.
So hat dieses Haus seit dem 21. März bis heute nur acht reguläre Sitzungen „geschafft“, was selbst für unsere Verhältnisse niederschmetternd ist. Und um die Niederschmetterung noch zu steigern, sorgen die alten Partner aus den ethnischen Klubs der Bosniaken und Kroaten, mit leichten Gewürzen aus dem Klub der Serben, oft dafür. So haben SDA, HDZ und SNSD aus dem Haus der Völker einen Raum für Manipulation, Erpressung und Untätigkeit gemacht.
Acht reguläre Sitzungen in fast zwei Jahren beweisen ohne weitere Untersuchung, dass die HDZ und die SDA ihre Wähler jedes Mal aufs Neue angelogen haben. Denn wenn sie auch nur einen Funken Wahrheit gesagt hätten, würden sie sich im Haus der Völker bemühen, die vollständige Verabschiedung aller Gesetzeslösungen zu gewährleisten, die den Weg für eine bessere Zeit für uns alle ebnen würden, die wir im Schlamm des ethnischen Parlamentarismus feststecken.
Die Häuser der Völker, sowohl das föderale als auch das staatliche, sind zu einem Übungsfeld für den Krieg der Koalitionspartner mit subversiven, sprich staatsfeindlichen Handlungen geworden.
Die Föderation Bosnien und Herzegowina sollte Ende letzten Monats des vergangenen Jahres ihren Haushalt für dieses Jahr erhalten. Und nach einer relativ einfachen Verabschiedung im Repräsentantenhaus erwarteten alle, dass es im Haus der Völker genauso sein würde.
Aber weit gefehlt. Da sind die Klubs, ihre Vorsitzenden und die Politik der Vorsitzenden über den Vorsitzenden. Offensichtlich wurden die Interessen einiger nicht befriedigt, und sie beschlossen, die Verabschiedung zu verschieben, bis sie ihre Ziele erreicht haben. Ich erinnere mich an eine Gelegenheit, als über das Notargesetz entschieden wurde. Wahnsinn im Parlamentssaal und allgemeines Chaos im Flur.
Im Dunst von Tabakrauch führten einige gut ausgebildete Notare und noch besser ausgebildete Politiker einen solchen Wortkrieg, dass in der Umgebung des Parlamentsgebäudes Panik ausbrach. Der Zweck dieses Gesprächs, wie auch aller anderen Gespräche, waren Interessen und Geld.
Und solche Fälle gibt es viele. Nur die Fälle, in denen der Vorsitzende Tomislav Martinović die Einberufung einer Sitzung vermeidet oder bei einer Sitzung einige ähnliche Tricks und Manöver durchführt, wenn etwas nicht nach dem Willen seines Parteichefs Čović ist, sind zahlreicher.
Dasselbe gilt für den Klub der Bosniaken, dessen Vorsitzender Jasmin Duvnjak ist. Einmal, ich erinnere mich gut, rannte Duvnjak aus dem Saal in den Flur und zurück. Es waren Anrufe von der Spitze der Parteihierarchie, es folgten Pausen ohne Ende, und am Ende wurde aus der Gesetzeslösung nichts.
Und so bemühen sich die falschen Beschützer des Staates unaufhörlich, zu zeigen, wie eifrig sie staatsfeindliche Arbeit leisten.
Denn wie erklärt man, dass das weitaus zahlreichere Repräsentantenhaus in fast demselben Zeitraum doppelt so viele Sitzungen einberuft und abhält wie das Haus der Völker?
Ein Teil davon liegt sicherlich an Martinović, ein Teil an dem schlechten vergangenen Jahr, aber die größten Verdienste dafür, dass das Haus der Völker der Föderation Bosnien und Herzegowina zum Ziel ethno-interessierter Artillerie geworden ist, gebühren dem heiligen Dreigestirn SDA, HDZ und SNSD.
Demontage ist das Leitmotiv dieser Geschichte. Vielleicht stolpert die HDZ über ihren eigenen Mechanismus und demontiert dieses dysfunktionale Haus der Völker bis zur Nichtexistenz. Und gleichermaßen wären ihre Paten von der SDA und der HDZ im Nachteil.
Wer weiß?
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