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(Patria) – Während die Welt mit der Coronavirus-Pandemie beschäftigt ist, hat Nordkorea seine Bemühungen zur Entwicklung seines Raketenprogramms intensiviert und in der vergangenen Woche eine Serie von Militärübungen durchgeführt.
Einige internationale Experten und Analysten stehen der Behauptung der nordkoreanischen Regierung, die an China grenzt, skeptisch gegenüber, dass es bisher keinen einzigen Fall einer Coronavirus-Infektion gegeben habe.
Zum ersten Mal seit Ende Februar führte das nordkoreanische Militär am vergangenen Wochenende Militärübungen und Teststarts von ballistischen Kurzstreckenraketen durch, und zwar ohne Schutzmasken.
Neben der Veröffentlichung des Ereignisses in den staatlichen Medien teilten die Behörden des Landes mit, dass sich alle ausländischen Staatsbürger vorsorglich in Quarantäne befänden. Ebenfalls angekündigt wurde ein großes Ereignis Anfang April, die Konferenz der Obersten Volksversammlung, was viele Beobachter und Analysten aus der Nachbarschaft und der Welt überraschte, da ein Versammlungsverbot als Maßnahme weltweit umgesetzt wird.
Die südkoreanische Analystin Rachel Minyoung Lee schlussfolgert, dass es sich um eine 'offensichtliche Wende in der Berichterstattung der nordkoreanischen Medien im Vergleich zu den letzten zwei Wochen handelt; die Botschaft, die sie nun senden wollen, ist, dass sie die epidemiologische Situation sicher im Griff haben'.
Duyeon Kim von der International Crisis Group (ICC) kommentiert die neue Haltung Kim Jong-uns:
- Er (Kim) versucht offensichtlich der Nation Selbstvertrauen und Stärke zu zeigen, dass er die Kontrolle hat und dass das Regime normal funktioniert, indem es weiterhin seine strategischen Ziele trotz der durch das Virus verursachten Krise, die es nicht kontrollieren kann, umsetzt, behauptet sie und fügt hinzu, dass 'er zeigen muss, dass Nordkorea unbesiegbar ist'.
Die staatlichen Medien verbreiteten eine Reihe von Berichten, die zeigen, wie die Regierung ernsthaft Präventionsmaßnahmen ergreift. In einem der Berichte wird erwähnt, dass ein lokaler Beamter wegen Verstoßes gegen die Präventionsmaßnahmen bestraft wurde, weil er Trinkgelage organisiert hatte.
Einige ausländische Beobachter behaupten hingegen, dass die autoritäre Regierung Nordkoreas in der besten Position sei, die Ausbreitung des Virus zu verhindern, da eiserne Disziplin der Schlüssel zur Prävention sei, und sie zudem eine höhere Anzahl von Ärzten pro Kopf der Bevölkerung habe.
Dieser Ansicht widersprechen humanitäre Organisationen, die der Meinung sind, dass das Gesundheitssystem Nordkoreas ein chronisches Ressourcendefizit aufweise und bereits gezeigt habe, dass es nicht in der Lage sei, selbst den täglichen Bedarf der Bevölkerung zu decken, ganz zu schweigen von einer Epidemie wie dieser.
Analysten bezweifeln zudem die Genauigkeit der Opferzahlen der Corona-Pandemie in Nordkorea, berichtet Reuters.
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