
(Patria) - Die Gerichtsverhandlung gegen den Präsidenten der Republika Srpska (Rs), Milorad Dodik, und den amtierenden Direktor des Amtsblattes der Rs, Miloš Lukić, die wegen Nichtumsetzung der Entscheidungen des Hohen Vertreters angeklagt sind, soll heute vor dem Gericht von Bosnien und Herzegowina (BiH) fortgesetzt werden.
Gemäß dem auf der offiziellen Website des Gerichts von BiH veröffentlichten Verhandlungsplan ist die Anhörung der Angeklagten Dodik und Lukić für heute von 13 bis 16 Uhr bei Richterin Sena Uzunović angesetzt.
Nach mehrfachen Verschiebungen wurde die Hauptverhandlung gegen Dodik am 5. Februar und gegen Lukić am 13. Februar eröffnet, da das Verfahren gegen sie am 17. Januar vorläufig getrennt wurde, nachdem Lukić aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Verhandlung erschienen war.
In der Zwischenzeit hat Lukićs Verteidigung die Zusammenlegung des Verfahrens beantragt, und Dodiks Verteidigung hat einen Antrag auf Ablehnung der Richterin Sena Uzunović vom Gericht von BiH gestellt, die in diesem Fall anstelle des früheren Richters Mirsad Strika eingesetzt ist, der bald in den Ruhestand geht.
Die Eröffnung der Hauptverhandlung gegen Dodik und Lukić hätte eigentlich im Dezember letzten Jahres erfolgen sollen, wurde aber aus prozessualen Gründen, d.h. wegen wiederholter Anträge der Verteidigung, die auf die Verlegung der Verhandlung von Sarajevo nach Banja Luka sowie auf die Ablehnung von Richtern und Staatsanwälten bestand, mehrfach verschoben. Diese Anträge wurden vom Gericht schließlich als unbegründet oder unzulässig abgelehnt.
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