DF nimmt Einladung der Troika wegen Konakovićs Haltung, die Urteilen des EGMR widerspricht, nicht an

Patria
AutorPatria
17:39
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DF nimmt Einladung der Troika wegen Konakovićs Haltung, die Urteilen des EGMR widerspricht, nicht an

(Patria) - Aufgrund der klar formulierten und öffentlich geäußerten Standpunkte des Vorsitzenden der Partei Narod
i pravda (Elmedin Konaković) zu Änderungen der Verfassung und des Wahlgesetzes, die den Urteilen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte völlig widersprechen, wird die Demokratska fronta die Einladung der Troika (SDP, NIP, NS) zu Verhandlungen über Änderungen der Verfassung von Bosnien und Herzegowina
mit dem Ziel der Umsetzung der Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte nicht annehmen.

Die Demokratska fronta ist der Ansicht, dass es sinnlos ist, irgendwelche Verhandlungen zu führen, um
ein bestimmtes Ziel zu erreichen, wenn der Initiator der Verhandlungen bereits vor den Verhandlungen
Standpunkte und Positionen vertritt, die ein Hindernis und nicht ein Weg zum Ziel darstellen, also ein Weg zur
Umsetzung der Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte.

Dass die Standpunkte des Vorsitzenden von Narod i pravda, insbesondere jene zur Wahl der Mitglieder des Staatspräsidiums von BiH, kein Zufall oder Versprecher sind, belegen auch die öffentlichen Auftritte von Abgeordneten derselben Partei, die eine asymmetrische und indirekte Wahl der Mitglieder des Staatspräsidiums von BiH befürworten, was völlig undemokratisch und inakzeptabel ist und womit nur die HDZ und die SNSD angenehm überrascht wurden.

Die Demokratska fronta möchte bei dieser Gelegenheit auch betonen, dass eine erschwerende Bedingung für die Annahme der Verhandlungen die Tatsache darstellt, dass der Fall des versuchten Boykotts des Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte im Fall Kovačević noch nicht geklärt ist, mit dem einzelne Kader der Troika in Verbindung gebracht werden. Daher stellt sich die Frage, wie man in diesem Kontext gleichzeitig die Umsetzung der Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte sabotieren und andere zur Umsetzung derselben auffordern kann, ohne zuvor die genannten Umstände geklärt zu haben.

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