
Vor zehn Jahren starb in New York Susan Sontag, eine amerikanische Schriftstellerin, Essayistin und Publizistin. Der Kampf gegen Leukämie war für die 71-jährige Susan tödlich, schreibt die bh. Nachrichtenagentur Patria.
Sontag war auch eine große Freundin von Bosnien und Herzegowina. Bekannt ist sie für ihr Engagement für Menschenrechte sowie für ihre Kritik an den gesellschaftlichen Umständen und der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie wurde als führende Intellektuelle des 20. Jahrhunderts bezeichnet.
Während der Aggression auf Bosnien und Herzegowina hielt sie sich in Sarajevo auf, zunächst im April, und bereits Mitte Juli 1993 inszenierte sie das Stück „Warten auf Godot“, mit dem sie symbolisch die Botschaft sandte, dass Sarajevo auf Hilfe wartet.
Sarajevo stellte sie als Stadt des Pluralismus dar. Sontag kam etwa zehnmal nach Sarajevo. Mit ihrem Wirken und ihren medialen Auftritten sprach sie über die Geschehnisse in Bosnien und Herzegowina, und sie war die Erste, die sagte, dass auf dem Gebiet von Bosnien und Herzegowina ein Völkermord verübt worden sei.
Seit 2010 wurde der Platz vor dem Nationaltheater offiziell in Theaterplatz – Susan Sontag umbenannt.
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