
(Patria) - Die Wiener Zeitung Der Standard veröffentlichte heute einen Artikel mit dem Titel „Angst vor Gewalt bei den Protesten gegen Vučićs Regierung am Samstag in Belgrad“.
Die Autorin Adelheid Wölfl beschreibt im Text detailliert die Ereignisse in Serbien im Vorfeld der für morgen angekündigten Massenproteste und widmet einen Teil des Artikels auch der Situation in Bosnien und Herzegowina.
Wölfl schreibt, dass die Demonstrationen am Samstag in Belgrad wahrscheinlich auch direkte Auswirkungen auf die Situation in unserem Land haben werden.
Sie erinnert daran, dass gegen Milorad Dodik, den Separatisten, Verbündeten des Regimes in Serbien und Freund des Kremls, der das Amt des Präsidenten der Republika Srpska innehat, ein Haftbefehl erlassen wurde, da er nicht vor der Staatsanwaltschaft erschien.
„Die Justizpolizei hat die Staatliche Ermittlungs- und Schutzbehörde (SIPA) um Hilfe bei der Verhaftung Dodiks gebeten. SIPA wird dies jedoch nur tun, wenn sie von Soldaten der Militärmission der EU (EUFOR) begleitet wird.
Wie der Standard aus diplomatischen Kreisen erfahren hat, ist EUFOR bereit, SIPA bei der Verhaftung Dodiks zu helfen, falls dies angefordert wird.
Die Entscheidung kann direkt vom Kommandeur von EUFOR, dem rumänischen General Florin-Marian Barbu, getroffen werden. In dringenden Fällen ist auch eine Intervention des NATO-Hauptquartiers in Sarajevo möglich“, schreibt Wölfl, berichtet Patria.
Sie betont, dass Dodik auch eine andere „Lösung“ suchen und ins Ausland fliehen könnte. Laut lokalen Medien, fügt die Autorin hinzu, plant er, am 19. März nach Moskau zu fliegen.
„Auf jeden Fall kann davon ausgegangen werden, dass Dodik grünes Licht vom Kreml für eine weitere Eskalation erhalten hat. Bisher waren seine Aufrufe an Serben, die in staatlichen Polizeikräften arbeiten, in die Polizei der Republika Srpska zu wechseln, nicht erfolgreich.
Da auch Dodik mit dem Rücken zur Wand steht, gehen Sicherheitsexperten davon aus, dass Gewalt in der Republika Srpska mit Hilfe radikaler Gruppen oder Krimineller ausgelöst werden könnte, um Dodik als Opfer darzustellen“, schreibt Adelheid Wölfl für den Standard.
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