Der Standard: Dodik versucht seit Jahren, den gesamten Staat Bosnien und Herzegowina zu zerstören und die RS an „Großserbien“ anzuschließen

Patria
AutorPatria
16:58
Podijeli:
Der Standard: Dodik versucht seit Jahren, den gesamten Staat Bosnien und Herzegowina zu zerstören und die RS an „Großserbien“ anzuschließen

(Patria) - Österreichische Medien haben den Auftritt des Präsidenten der Republika Srpska, Milorad Dodik, an der Diplomatischen Akademie in Wien scharf kommentiert.

Die Wiener Der Standard schreibt, der serbische Nationalist habe einmal mehr deutlich gemacht, dass er derjenige sei, der das Tempo in Bosnien und Herzegowina bestimmen wolle, berichtet Faktor.ba.

„Dodik verhindert die Umsetzung der dritten Bedingung, die die Europäische Union für den Beginn der Beitrittsverhandlungen gestellt hat. Es geht um das Gesetz über das Gericht von Bosnien und Herzegowina, und er besteht darauf, dass die Berufungsabteilung in Banja Luka und nicht in der Nähe von Sarajevo angesiedelt wird“, schreibt die Zeitung.

Sie betont, dass Dodik seine übliche Erpressungspolitik fortsetze – die Europäische Kommission und einige EU-Staaten, darunter auch Österreich, befänden sich in einer Art Position, Dodik bitten zu müssen.

Der Nationalist der bosnischen Serben versucht seit Jahren, den gesamten Staat zu zerstören und die RS an „Großserbien“ anzuschließen.

„Was sicher ist, ist, dass Dodiks Partei SNSD, ebenso wie andere Parteien, enormen Einfluss auf die Justiz in Bosnien und Herzegowina haben. Korrupte Politiker und Amtsträger müssen daher oft keine Strafverfolgung fürchten“, heißt es in dem Artikel des Standard.

Es wird daran erinnert, dass die Veranstaltung am Donnerstag von der Botschaft von Bosnien und Herzegowina in Österreich organisiert wurde... Neben Dodik sprachen auch sein politischer Verbündeter, der Chef der kroatischen nationalistischen Partei HDZ, Dragan Čović, und der Vorsitzende der SDP, Nermin Nikšić.

Alle drei sind Mitglieder der Koalition auf staatlicher Ebene, die mit „Unterstützung“ der US-Botschaft in Sarajevo gebildet wurde.

Die Autorin des Textes, die Journalistin Adelheid Wölfl, betont, dass eine mögliche Eröffnung der EU-Beitrittsverhandlungen für Bosnien und Herzegowina nicht unbedingt etwas Grundlegendes ändern müsse.

Sie fügt hinzu, dass Montenegro (seit 2012) und Serbien (seit 2013) im Verhandlungsprozess mit der EU stünden und in dieser Zeit der russische Einfluss in beiden Staaten zugenommen habe.

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