
(Patria) - Eine Delegation der Koordination der Veteranenverbände aus Vitez traf sich gestern mit dem Vizepräsidenten der Föderation Bosnien und Herzegowina, Refik Lendo, wo in einem offenen Gespräch insbesondere die Besorgnis über die zunehmenden und koordinierten Versuche zur Relativierung von Kriegsverbrechen, die im Gebiet der Gemeinde Vitez, des Kantons Mittelsanadschak und ganz Bosnien und Herzegowina begangen wurden, hervorgehoben wurde.
Die Teilnehmer des Treffens warnten vor gefährlichen Tendenzen, Kriegsverbrechen gleichzusetzen, was einen direkten Schlag gegen die Wahrheit, Gerechtigkeit und die Würde der Opfer darstellt – insbesondere gegen bosniakische Zivilisten und Verteidiger, die bei gut dokumentierten Verbrechen ums Leben kamen.
Besonders hervorgehoben wurde die jahrelange Nichtverfolgung von Dutzenden brutaler Verbrechen an den Bosniaken von Vitez, einschließlich derer, die unter den kommandierenden, politischen und parapolizeilichen Strukturen des damaligen HVO und der politischen Führung von „H.R. Herceg Bosna“ begangen wurden.
Obwohl eine große Anzahl von Fällen präzise dokumentiert ist, fehlt seit Jahrzehnten ein juristisches Epilog, was Raum für historischen Revisionismus und Versuche der Umdeutung von Fakten schafft.
Die Delegation machte eine klare Botschaft: Jeder Versuch der Vertuschung, Verharmlosung oder Überwälzung von Verantwortung stellt eine Form gefährlichen Revisionismus dar, der die Opfer beleidigt, das Vertrauen zwischen den Menschen untergräbt und extreme Narrative ermutigt.
Vizepräsident Lendo betonte, dass die Wahrheit über die Aggression, die Verbrechen und das Leiden unschuldiger Menschen nicht unterdrückt werden könne und dass die Institutionen ihre Aktivitäten intensivieren müssten, damit alle Verantwortlichen, ohne Ausnahme, zur Rechenschaft gezogen würden.
Es wurde auch betont, dass die Delegation der Koordination der Veteranenverbände von Vitez nach Besuchen bei kantonalen Institutionen ihre Aktivitäten auf föderaler Ebene fortgesetzt hat und dass sie den Prozess der Eintreter für Wahrheit und Gerechtigkeit auf alle relevanten föderalen, kantonalen Justiz- und Sicherheits- und Geheimdienstinstitutionen ausweiten wird.
Das Ziel ist klar – institutionell, gesetzlich und öffentlich jede Form der Relativierung von Verbrechen zu stoppen und sicherzustellen, dass die Strafverfolgung der Verantwortlichen endlich die Priorität erhält, die ihr seit Jahren fehlt.
Die Veteranenverbände bleiben ihrem Standpunkt treu:
Verbrechen können nicht gleichgesetzt werden,
Gerechtigkeit darf nicht selektiv sein,
die Wahrheit darf nicht politischer Manipulation überlassen werden.
An dem Treffen nahmen auch Advan Akeljić, Minister in der Regierung des Kantons Mittelsanadschak, und Nerman Ramić, Vorsitzender des Gemeinderats von Vitez, teil.
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