
(Patria) - Seit dem Jahr 2000 wird am 4. Februar weltweit der Weltkrebstag (World Cancer Day) begangen.
Laut dem Institut für Gesundheit und Sicherheit der Lebensmittel in Zenica (INZ) ist das Ziel der Initiative, die von der Internationalen Union gegen Krebs (Union for International Cancer Control) ins Leben gerufen wurde, die Sensibilisierung, bessere Information und Förderung persönlicher, kollektiver und staatlicher Aktivitäten im Bereich der Krebsbekämpfung weltweit.
Vereint durch Einzigartigkeit
Das Thema des diesjährigen Weltkrebstages lautet „Vereint durch Einzigartigkeit“, was eine wichtige Veränderung hin zu einem Ansatz bedeutet, der den Menschen in den Mittelpunkt der Krebsbehandlung stellt. Diese Initiative betont das Verständnis und die Berücksichtigung der einzigartigen Bedürfnisse von Einzelpersonen, Familien und Gemeinschaften, um sicherzustellen, dass die Krebsbehandlung und -pflege auf unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen zugeschnitten sind. Ziel ist es, inklusivere Gesundheitssysteme aufzubauen, die sich nicht nur auf die Krebsbehandlung konzentrieren, sondern auch auf die umfassenden Bedürfnisse der Betroffenen, seien es Patienten, Betreuer oder die breitere Gemeinschaft.
Der Weltkrebstag ist von wesentlicher Bedeutung für die Aufklärung der Öffentlichkeit über Krebsprävention, die Bedeutung der Früherkennung und die Verfügbarkeit wirksamer Behandlungen, während er sich gleichzeitig für einen besseren Zugang zu qualitativ hochwertiger Versorgung für alle einsetzt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erwartet leider, dass die Zahl der Todesfälle in den kommenden Jahren auf rund 30 Millionen Erkrankte und 20 Millionen Todesfälle ansteigen wird, wenn der aktuelle Trend anhält, was einem Anstieg von etwa 50 Prozent im Vergleich zu 2020 entspricht, so Experten des INZ.
Die häufigsten Krebsarten bei Männern sind Lungenkrebs, Prostatakrebs und Darmkrebs, während bei Frauen Brustkrebs, gefolgt von Darmkrebs und Lungenkrebs am häufigsten vorkommen. Die häufigsten Todesursachen aus dieser Krankheitsgruppe weltweit sind Lungen-, Magen-, Leber-, Darm- und Brustkrebs. Etwa 30 Prozent aller Krebstodesfälle sind auf fünf Hauptrisikofaktoren zurückzuführen: Tabakkonsum, Übergewicht, unzureichende Aufnahme von Obst und Gemüse, Bewegungsmangel und übermäßiger Alkoholkonsum. Allein die Nikotinabhängigkeit ist für ein Fünftel aller Krebstodesfälle und über 90 Prozent aller Lungenkrebssterbefälle verantwortlich.
Die Internationale Union gegen Krebs (UICC), die für die Koordinierung des Weltkrebstages verantwortlich ist, veröffentlichte im Jahr 2020 anlässlich dieses Tages einen Bericht über ihre globale Umfrage zur öffentlichen Wahrnehmung von Krebs. Die in diesem Bericht hervorgehobenen Daten zeigen, dass Menschen mit niedrigerem Einkommen und niedrigerem Bildungsstand Krebsrisikofaktoren weniger erkennen und weniger Schritte zur Risikoreduzierung unternehmen als Menschen mit höherem Einkommen und höherem Bildungsstand. In den meisten Ländern der Welt sind Tabakkonsum (63 Prozent), schädliche UV-Strahlung (54 Prozent) und Passivrauchen (50 Prozent) die bekanntesten Faktoren, die das Krebsrisiko erhöhen können.
Krebs kann durch die Umsetzung evidenzbasierter Strategien zur Krebsprävention, Früherkennung, Behandlung und Palliativversorgung verhindert und kontrolliert werden. Einige spezifische Krebsrisikofaktoren sind chronische Infektionen mit dem humanen Papillomavirus (HPV) – für Gebärmutterhalskrebs –, Hepatitis-B- oder -C-Virus-Infektionen – für Leberkrebs – und Helicobacter-pylori-Infektionen – für Magenkrebs. Angesichts der Tatsache, dass die Prävention und Früherkennung dieser Krebsarten heute zugänglicher sind als je zuvor, ist die Tatsache, dass immer mehr Menschen an Krebs erkranken und daran sterben, niederschmetternd.
Tipps zur Prävention
Tipps zur Prävention von bösartigen und chronischen nichtübertragbaren Krankheiten sind laut INZ: regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, Vermeidung von fett- und zuckerreichen Lebensmitteln sowie salzreichen Speisen, Reduzierung des Konsums von zuckerhaltigen Getränken und Fruchtsäften, ausreichende Flüssigkeitszufuhr (am besten Wasser, 2 l täglich), täglicher Verzehr von etwa fünf Portionen Obst und Gemüse, Rauchstopp und zumindest Reduzierung des Alkoholkonsums, Zubereitung gesunder Mahlzeiten zu Hause und Mitnahme zur Schule oder Arbeit.
Ihr Ziel sollte moderate körperliche Aktivität 30 Minuten fünfmal pro Woche sein (Spielen, Gehen, Hausarbeit, Tanzen – alles zählt), Reduzierung des sitzenden Lebensstils, Nutzung von Treppen, Weg zur Arbeit zu Fuß oder mit dem Fahrrad, Training mit Freunden oder Familie – das macht mehr Spaß und motiviert mehr, Herunterladen einer Trainings-App oder Nutzung eines Schrittzählers zur Verfolgung des Fortschritts, aber konsultieren Sie vor Beginn körperlicher Aktivität einen Arzt.
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