
In Nevesinje wurde am Dienstag, dem 25. November, mit einem passenden Programm, im Rahmen dessen Bürger und Vertreter des politischen und gesellschaftlichen Lebens den Opfern des vergangenen Krieges gedachten, der Staatstag von Bosnien und Herzegowina gefeiert.
Der zentrale Akt fand am Denkmal in Kljuni statt, das zum Gedenken an die getöteten Zivilisten und gefallenen Soldaten dieser Region errichtet wurde, heißt es in der Mitteilung der Organisatoren der Veranstaltung.
Nach der Intonation der Nationalhymne legten Delegationen politischer Parteien aus der Herzegowina Blumen nieder und erwiesen den Opfern der Aggression auf Bosnien und Herzegowina die gebührende Ehre.
In seiner offiziellen Ansprache erinnerte der Abgeordnete der Gemeindevertretung Nevesinje, Džemal Šendro, an die reiche und vielschichtige Geschichte der bosnisch-herzegowinischen Staatlichkeit und betonte, dass Bosnien und Herzegowina der älteste südslawische Staat sei, dessen Wurzeln weit in die Geschichte zurückreichen.
„Auf dem Weg zur heutigen Staatlichkeit haben wir Jahrhunderte der Prüfungen, Jahrhunderte fremder Herrschaften und dann die dramatischen Jahre des Zerfalls Jugoslawiens durchlebt. In diesen Momenten, als die brüchige Föderation zerfiel, beschloss Bosnien und Herzegowina legal, demokratisch und mutig, seine Unabhängigkeit wiederherzustellen“, sagte Šendro.
Er sprach über die moderne Geschichte Bosniens und Herzegowinas und hob die entscheidenden Daten und Entscheidungen hervor, die zur Wiederherstellung der Staatlichkeit führten, aber auch den hohen Preis, den das Land während der Aggression in den 1990er Jahren zahlte.
„Der Staatstag ist nicht nur ein Datum, er ist eine Verpflichtung. Eine Verpflichtung, das zu bewahren, was mühsam bewahrt wurde, uns bewusst zu sein, dass das bosnische Wesen am stärksten ist, wenn es auf Wahrheit, Gerechtigkeit und Gemeinschaft beruht. Es ist unsere Pflicht, uns daran zu erinnern, dass dieses Land überlebte, als nur wenige glaubten, dass es überleben könnte und überleben würde, solange sein Volk Glauben, Kraft und Würde hat“, erklärte Šendro.
Die Feier des Staatstages in Nevesinje endete mit der Botschaft, dass die Geschichte und die Opfer Bosniens und Herzegowinas mit Würde bewahrt werden müssen, damit zukünftige Generationen eine gerechte und geeinte Gesellschaft weiter aufbauen können.
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